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Erklärungen der Begriffe in der Physiotherapie

Angehörigenberatung

Oft sind Angehörige unserer Patienten in bestimmten Alltagssituationen überfordert oder wissen nicht, wie sie angebracht in diesen reagieren sollen. Sie fühlen sich alleine gelassen.
Durch Angehörigenberatung und -anleitung wird die Interaktion zwischen Symptomträger und Angehörigen verbessert und alle Beteiligten fühlen sich wohler. Wir helfen gerne und beraten Angehörige vom gesamten Bereich unserer Therapieangebote, angefangen bei Eltern von verhaltensauffälligen Kindern, über Angehörige von Menschen mit neuronalen Erkrankungen bis hin zu Angehörigen von geriatrischen Erkrankungen, wie Alzheimer und Demenz.

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Aromatherapie

In der Aromatherapie kommen verschiedene ätherische Öle zum Einsatz. In erster Linie zielen sie auf die allgemeine Befindlichkeit ab. Hier besteht eine enge Verbindung zur Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), da der Aromatherapeut genau über die Wirkweisen und Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Pflanzen im Bilde sein muss. Lavendel hat z. B. eine beruhigende Wirkung, wogegen Orangen- und Zitronenöl die Stimmung aufhellen sollen. Andere Öle haben eine antibiotische oder antiseptische Wirkung.

Primär wird in der Aromatherapie, z. B. während einer Massage mit einem bestimmten Öl, der Geruchssinn angesprochen. Der olfaktorische Reiz kann Gefühle oder Erinnerungen auslösen sowie bestimmte Körperfunktionen beeinflussen. Ein Zustand der Entspannung wird angestrebt.

Die ätherischen Öle können darüber hinaus auch über die Atmung aufgenommen, also inhaliert werden.

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Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage ist sowohl ein diagnostisches als auch ein therapeutisches Verfahren, bei dem der Therapeut zunächst ertastet, wie hoch der Feuchtigkeitsgehalt der Haut ist, ob es unter der Haut liegende Rheumaknötchen gibt und ob Spannungsunterschiede der Muskulatur vorliegen. Durch eine spezielle Massagetechnik sorgt der Therapeut für den entsprechenden Ausgleich von Spannungsunterschieden. Insbesondere am Rücken finden sich Bereiche, an denen die Haut mit der Unterhaut "verklebt". Durch die entsprechende Massage werden diese Verklebungen gelöst. Gleichzeitig werden durch die Massage auch innere Organe angesprochen. So kann die Bindegewebsmassage helfen bei entzündlichen Organerkrankungen, Migräne, Menstruationsbeschwerden rheumatischen Erkrankungen und Durchblutungsstörungen der Beine.

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Bobath

Bobath ist eine Pflege- und Therapiekonzept, das speziell für Patienten entwickelt wurde, die aufgrund von Erkrankungen des zentralen Nervensystems unter Lähmungen leiden. Besonders kommt Bobath bei Schlaganfallpatienten zum Einsatz. Aber auch bei anderen Beeinträchtigungen des Gehirns (z.B. nach Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutung, Hirntumor, u.a.) stellt Bobath eine ausgesprochen sinnvolle Therapie dar.

Das zentrale Nervensystem besitzt die lebenslange Fähigkeit dazu zu lernen und sich strukturellen Veränderungen anzupassen. Diese Fähigkeit macht sich Bobath zu Nutze. In Form von neuen Lernangeboten wird das zentrale Nervensystem stimuliert, um einen adäquaten Muskeltonus zu erhalten, physiologische Bewegungsabläufe zu optimieren und die Körperwahrnehmung zu Verbessern. Diese Lernimpulse sind in den Alltag integriert und sollen dem Patienten zu mehr Selbstständigkeit verhelfen (z.B. Körperpflege, Essenszubereitung, u.ä.).

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Chirogymnastik

Die Chirogymnastik fällt in den Bereich der physikalischen Therapie und ist eine belastungsarme und schmerzfreie Behandlungsmethode, die ergänzend bei Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates oder nach Verletzungen zum Einsatz kommt.
Therapieziele sind die Steigerung der allgemeinen muskulären Leistungsfähigkeit, die Verbesserung des Beschwerdebilds und die Wiederherstellung und der Erhalt des muskulären Gleichgewichts der großen Muskelgruppen des Rumpfs und der Gliedmaßen.
Wichtiger Bestandteil der Behandlung sind Eigenübungen, die dem Patienten für zuhause mitgegeben werden.

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Cranio-Sacral-Therapie

Cranio-Sacral-Therapie heißt aus dem englischen übersetzt Schädel-Kreuzbein-Therapie und ist eine alternativmedizinische Behandlungsform, die ihre Wurzeln in der Osteopathie hat.

Die Cranio-Sacral-Therapie beruht unter anderem auf der Annahme, dass die rhythmischen Pulsationen der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) sich auf die äußeren Gewebe und Knochen übertragen und ertasten lassen. Die Einzelknochen der Schädelkalotte werden für gegeneinander beweglich angenommen.

Durch Berührung von Kopf und Rücken will der Therapeut Informationen über mögliche Blockaden dieser Bewegung sammeln und dadurch auf Funktionseinschränkungen an Körper und Schädel einwirken, sowie indirekt auch Membranen innerhalb des Schädels (Falx cerebri, Tentorium, Falx cerebelli) und die harte Hirnhaut (Dura mater) beeinflussen. Dadurch soll der "Energiefluss" des Patienten verbessert und Selbstheilungskräfte aktiviert sowie Funktionseinschränkungen und seelische Traumata gelöst werden.

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Elektrotherapie

In der Elektrotherapie wird die Wirkung elektrischer Ströme auf den Organismus nutzbar gemacht. Dies erfolgt durch Aufkleben von Elektroden auf die Haut. Es wird je nach Therapieziel unterschieden zwischen nieder-, mittel- und hochfrequenten Therapien. Diese Behandlung verursacht keine Schmerzen, sondern lediglich ein leichtes Kribbeln an den betroffenen Stellen. Der Strom wird im Körper von Ladungsträgern (Ionen) weitergeleitet, es werden Nerven- oder Muskelreizungen ausgelöst sowie das Gewebe erwärmt. Darüber hinaus werden die Durchblutung gefördert, Stoffwechselprozesse angeregt und Schmerzen gelindert.

Indikationen für eine Elektrotherapie können sein:

Die Anwendung einer Elektrotherapie darf nur auf Verordnung des Arztes erfolgen, da bestimmte Erkrankungen oder Umstände gegen eine Behandlung sprechen (z. B. Schwangerschaft, Tumorerkrankungen, Thrombosen, Herzrhythmusstörungen oder Herzschrittmacher, Metalle im Körper etc.).

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Komplexe Physikalische Entstauungstherapie

Speziell postoperativ kann ein Patient Lymphödeme entwickeln, die durch die komplexe physikalische Entstauungstherapie erfolgreich behandelt werden können. Es kommt hierdurch zu einer Steigerung des Lymphtransportes und somit zu einer Ödemreduktion. Diese setzt sich aus vier Bausteinen zusammen:

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Entwicklungsdiagnostik

Entwicklungsdiagnostik bezieht sich auf einen umschriebenen Bereich der Leistungsdiagnostik im Kindesalter. Sie dient dazu, im Rahmen moderner Förder- und Therapiekonzepte abweichende Entwicklungen bereits frühzeitig entgegenzuwirken.

Zusätzlich von Bedeutung sind solche Verfahren, die sich in der Erfassung entwicklungsbezogener Leistungsdaten auf eine Fremdeinschätzung (z.B. Eltern- oder Erzieherurteil) stützen.

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Entwicklungskinesiologie

Die ontogenetische Entwicklung der Motorik ist genetisch determiniert, erfolgt vollkommen automatisch und ist eine Fortsetzung der intrauterinen Entwicklung. Das Zusammenspiel der Muskeln und die Reifung des Zentralen Nervensystems entwickeln sich in jeder Entwicklungsstufe des Kindes weiter, bauen aufeinander auf. Die Entwicklungskinesiologie ermöglicht das qualitative Entwicklungsniveaus eines Kindes zu erfassen im psycho-biologischen Zusammenhang. Gestörte Entwicklungsabläufe, die nicht nachgeholt, sondern lediglich kompensiert werden, können in allen Arten von Lernstörungen oder Teilleistungsschwächen zum Ausdruck kommen.
Im therapeutischen Kontext kommt die Entwicklungskinesiologie jedoch nicht nur bei Kindern sondern auch bei Erwachsenen zum Einsatz. Bei Erwachsenen kann hierdurch festgestellt werden, aus welcher Phase der Patient Defizite mitbringt, um diese auszubalancieren. Angeborene Kompetenz und Lebenskraft können somit zurückgewonnen werden.

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Fango

Fango ist ein heilender Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs, der für die Anwendung erwärmt wird und dann auf den Körper oder auf einzelne Körperteile aufgetragen wird und dort für 20-40 Minuten verbleibt. Die Wärme des Fangos dringt tief ins Gewebe ein, wodurch die Wärme lange anhält. Die Wirkungen von Fango sind breit gefächert:

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Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage zählt zu den alternativenmedizinischen Therapien und wird sowohl in der Schmerztherapie als auch in der Physiotherapie und bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen eingesetzt. Hier wird davon ausgegangen, dass alle Organe des Organismus kartografisch auf einem Teilbereich (dem Fuß) repräsentiert sind. Anhänger der Fußreflexzonenmassage sehen einen Bezug zu den Meridianen der traditionellen chinesischen Medizin, der jedoch nicht empirisch nachgewiesen werden konnte. Ein anderes Erklärungsmodell für die Wirksamkeit bezieht sich auf das vegetative Nervensystem.

Wie auch immer lässt sich durch gezielte Stimulation bestimmter Punkte ein positiver Effekt erzielen. Nachgewiesen werden konnte dies in einer Reduktion des Widerstands im Gefäßsystem was eine verbesserte Durchblutung (eines entsprechenden Organs) zur Folge hat.

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Handtherapie

Grösstmögliche Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit im Alltag und Beruf durch

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Hausbesuch

Bei einem Hausbesuch kommt der Therapeut in die Wohnung oder soziale Einrichtung des Patienten mit dem Ziel, die häuslichen Gegebenheiten kennen zu lernen oder die Behandlung in der häuslichen Umgebung durchzuführen, da der Patient unsere Praxis nicht aufsuchen kann.

Der Hausbesuch verbindet die medizinische Diagnose mit der Lebenswelt des Patienten. Die Art und Weise von therapeutischen Aktivitäten ist abhängig von den Wünschen, Bedürfnissen und Beeinträchtigungen des Patienten und der Umwelt.

Bei einem Hausbesuch hat der Therapeut die Möglichkeit, in die Welt des Patienten Einblick zu erhalten. Je besser er den Patienten, seine Lebensgeschichte und seine Umwelt kennt und versteht, desto schneller kann er mit ihm die Ziele herausarbeiten und geeignete Lösungen finden.

Hausbesuche werden in Absprache mit uns durchgeführt und müssen vom Arzt verordnet sein. Eine einmalige Beratung zur Integration in das häusliche Umfeld führen wir bei Bedarf durch.

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Hemiplegie

Hemiplegie bzw. Hemiparese bedeutet Halbseitenlähmung und wird vornehmlich durch einen Schlaganfall verursacht. Über 70% der Betroffenen sind über 60 Jahre alt.
Eine Hemiplegie wirkt sich auf die Bereiche Motorik, Sensorik, vegetatives System und Psyche aus.
Ist die rechte Hirnhälfte betroffen, sind die räumliche und zeitliche Orientierung der Patienten beeinträchtigt. Gleichzeitig wird die linke Körperhälfte nicht mehr wahrgenommen.
Ist die linke Hirnhälfte betroffen, führt dies zu einer rechtsseitigen Lähmung des Patienten. Es kommt zu sprachstörungen (Aphasie), Wortfindungsstörungen oder totalem Sprachverlust. Die rechte Körperseite wird negiert.
Beide Patientengruppen können einen Neglect haben, was bedeutet, dass Reize der betroffenen Seite nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden.
Weiter kann es zu Konzentrationsstörungen, Affektstörungen und Depressionen kommen.

In der Behandlung arbeiten Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden eng zusammen.

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Hilfsmittelberatung

Hilfsmittel werden benutzt, um eine bestehende Behinderung auszugleichen, abzumildern oder möglichen Folgeschäden vorzubeugen. Außerdem wird die Selbständigkeit des von einer Erkrankung Betroffenen ganz oder teilweise wieder hergestellt.

Hilfsmittel kommen insbesondere zum Einsatz bei

Hilfsmittel werden in einer fast unüberschaubaren Fülle angeboten. Nicht jedes Hilfsmittel ist jedoch brauchbar und angemessen. Unsere Therapeuten beraten, leiten an und helfen bei der Auswahl. Somit ist eine bedarfsgerechte und kostengünstige Versorgung möglich.

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Hot-Chocolate-Massage

Bei der Hot-Chocolate-Massage wird auf den ganzen Körper, wahlweise auch auf das Gesicht eine Schokoladenmasse aufgetragen. Der Körper wird dann in Folie gewickelt. Durch die entstehende Wärme können sich die Wirkstoffe besser entfalten. Sie ziehen über die Poren in die Haut ein.

Es wird keine gewöhnliche Essschokolade verwendet, sondern eine Mischung aus einer besonders kakaoreichen Sorte, sowie Shea-Butter und Mandelöl. Die Wirkstoffe des Kakaos (Polyphenole und Theobromin) vitalisieren und binden freie Radikale. Die wirkt dem Alterungsprozess der Haut entgegen. Die Öle aus Shea-Butter und Mandel versorgen die Haut mit pflegenden, straffenden Substanzen, Mineralien und Vitaminen.

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Hot-Stone-Behandlung

Die Hot-Stone Behandlung hat ihren Ursprung im asiatischen Raum, Nord- und Südamerika sowie Hawaii, wo schon seit tausenden von Jahren Steine zu heilsamen und rituellen Zwecken eingesetzt werden.

In der Hot-Stone Behandlung werden Steine - meist aus Basalt - auf 60° C erhitzt und auf bestimmte Energiepunkte des Körpers gelegt oder direkt mit den Steinen massiert. Außerdem kann mit einem Stein oder mit zwei Steinen auf die Muskulatur geklopft werden, was einen Vibrationseffekt auslöst. Das Ziel ist eine Entspannung der Muskulatur.

Neben der Massage werden die Steine auch zur Stimulation des vegetativen Nervensystems eingesetzt. Hier werden verschiedene thermische Reize ausgelöst, in dem neben den heißen Steinen auch gekühlte Marmorsteine aufgelegt werden.

Oft wird die Hot-Stone Behandlung mit der Aromatherapie kombiniert, so dass parallel ätherische Öle ihre Wirkung entfalten können.

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Klassische Massage

Massage wird als befundorientierte, manuelle Behandlungstechnik definiert, die mechanische Reize auf Haut, Unterhautgewebe und Muskulatur ausübt. Die wichtigsten Wirkungen sind die Steigerung der Durchblutung, Muskeldetonisierung und Schmerzlinderung. Bei Reflexzonenmassagen lassen sich bestimmte Organe oder Organsysteme stimulieren. Außerdem haben Massagen eine positive Wirkung auf die Psyche, sie können entspannen und ausgleichen.

Die klassische Massage wird häufig auch mit thermotherapeutischen Verfahren (wie z.  B. Fango) kombiniert. Bei akuten entzündlichen Veränderungen der Haut, frischen Narben, Thrombose, ausgeprägter Osteoporose oder schwerwiegenden kardialen Erkrankungen ist die klassische Massage kontraindiziert.

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Knorpelrehabilitation

Das Knorpelgewebe spielt eine entscheidende Rolle in jedem Gelenk.
Es absorbiert die Druckkräfte, die durch einwirkendes Körpergewicht und Muskelzüge im Gelenk entstehen, und widersteht den Scherkräften, die durch die Gelenkbewegung der beiden Gelenkpartner auftreten.
Ein gesunder Knorpel gleitet unter Druck besser, als ohne Druck.

Der Knorpel ist nicht durchblutet. Er wird durch Diffusion ernährt.
Das bedeutet, er braucht regelmäßige Bewegungsreize und den Wechsel zwischen Be- und Entlastung, damit die Nährstoffe und Abfallstoffe transportiert werden können. Dauerhafte Belastung oder dauerhafte Entlastung wirken beide negativ auf die Knorpelernährung!

Vergleich: Gelenkknorpel / Schwamm

Ein Schwamm ist in der Lage Wasser und darin enthaltene Stoffe auf zu nehmen. Wenn der Schwamm im Wasser liegt und nicht zusammengedrückt wird, nimmt er so viel Wasser auf, bis seine Aufnahmekapazität erschöpft ist. Wenn der Schwamm zusammengedrückt wird, wird damit, je nach Kraftaufwand, mehr oder weniger Wasser aus dem Schwamm heraus gedrückt. Er wird ausgepresst. Genau so kann auch der Knorpel unter Entlastung Flüssigkeit aufnehmen, in der seine Nährstoffe enthalten sind. Unter Belastung gibt der Knorpel Flüssigkeit und Abfallprodukte ab.

Beschwerden, die in Zusammenhang mit dem Knorpelgewebe stehen können, sind:

Physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten bestehen durch:

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Krankengymnastik

Die Krankengymnastik ist Teil der physikalischen Therapie, die sich auf Bewegungstherapie bezieht. Das Behandlungsspektrum ist breit gefächtert, von passivem Durchbewegen bis hin zu aktivem Training. Zahlreiche Organe und Organsysteme können beeinflusst werden. Folgende Therapiemethoden kommen zum Einsatz:

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Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik, die der Verschiebung von Gewebeflüssigkeiten dient. Insbesondere bei Lymphödemen kommt die Lymphdrainage zum Einsatz. Sie dient der Entstauung und der Umfangsabnahme der betroffenen Extremität. Da bislang keine medikamentöse Behandlung diese Wirkung zeigt, kommt der Lymphdrainage therapeutisch eine besondere Bedeutung zu.

Nach einer erfolgreichen Lymphdrainage (Entstauung) folgt die Erhaltungstherapie, bei der eine maßgefertigte Kompressionsbestrumpfung erfolgt. Die manuelle Lymphdrainage sollte auch hier ein bis drei mal pro Woche fortgesetzt werden.

Bei einer dekompensierten Herzinsuffizienz, Thrombose oder akuten Entzündungen ist die Lymphdrainage absolut kontraindiziert.

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Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie beinhaltet diagnostische und therapeutische Verfahren zur Erkennung und Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Muskeln, Nerven). Hierbei wendet der Physiotherapeut verschiedene Handgrifftechniken an, wie z.B. Traktion, translatorisches Gleiten und die Weichteilbehandlung, um Schmerzen zu lindern oder Bewegungseinschränkungen entgegenzuwirken. Die Manuelle Therapie kommt sowohl bei Gelenkbeschwerden der Extremitäten als auch der Wirbelsäule zum Einsatz.

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Mukoviszidose

Mukoviszidose ist eine Erkrankung, die auf einem Gendefekt des CFTR-Gens basiert. Betroffen sind alle inneren Organe, für die das CFTR-Genprodukt eine Rolle spielt, also Bauchspeicheldrüse, Lunge, Leber, Niere, Geschlechtsorgane und Schweißdrüsen. In der Folge ist der Salz- und Wassertransport des Körpers gestört, so dass die Organe verschleimen. Dies führt insbesondere zu starken Beschwerden im Bereich der Atmung mit chronischem Husten. Mukoviszidosekranke sind ausgesprochen anfällig für Lungenentzündungen. Außerdem kommt es zu starkem Untergewicht und Verdauungsproblemen. Die Ausprägung der Krankheit kann sehr variieren, die Anzahl der betroffenen Organe kann unterschiedlich sein. Jährlich kommen ca. 300 Kinder mit Mukoviszidose zu Welt.

Mukoviszidose zu behandeln heißt die Symptome zu behandeln. Die eigentliche Ursache, der Gendefekt, kann bislang nicht behandelt werden. Insgesamt gilt, je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto größer werden die Möglichkeiten aktiv gegenzusteuern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Neben medikamentöser Behandlung, Transplantation, Sport und Inhalationstherapie spielt v.a. auch die physiotherapeutische Behandlung eine entscheidende Rolle. Hier geht es in der Atemtherapie vor allem darum, dem Patienten bestimmte Atemtechniken beizubringen, die er ein Leben lang anwenden kann, um die Funktion der Lunge zu verbessern.

Die fortschreitende Optimierung der Therapie hat die Lebenserwartung der Erkranken erheblich verbessert. Während 1980 nur einer von hundert Betroffenen die Volljährigkeit erreichte, ist dies heute bereits jeder zweite. Ein Kind, das heute mit Mukoviszidose geboren wird, hat die Chance 50 Jahre und älter zu werden.

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Prothesentraining

Beim Prothesentraining geht es vor allem um die Wiederherstellung der Handlungskompetenzen im Alltag. Nach der Prothesenversorgung wird an der Wiederherstellung des Körperbildes gearbeitet. Mithilfe von Übungen, Alltagshandlungen und Spielen wird die Kraft und Ausdauer trainiert. Außerdem wird das An- und Ausziehen, die richtige Positionierung, sowie der richtige Einsatz der Prothese trainiert.

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Reflektorische Atemtherapie

Die Reflektorische Atemtherapie ist ein ganzheitliches Therapieverfahren, bei dem durch aktive Stimulierung bestimmter Rezeptoren der Atemrhythmus des Patienten beeinflusst wird. Dies ermöglicht eine Optimierung der Atmungsvorgänge, eine verbesserte Beweglichkeit des Körpers, eine positive Beeinflussung der Funktionen der inneren Organe, eine Erleichterung für den gesamten Organismus und eine Unterstützung der Fähigkeit des Körpers zur Eigenregulation.
Die Reflektorische Atemtherapie arbeitet mit manuellen Techniken, Wärmeapplikationen bzw. Kompressen und Atemgymnastik.

Reflektorische Atemtherapie kommt bei folgenden physischen und psychischen Beschwerden zum Einsatz:

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Rückenschule

In der Rückenschule werden gezielte Übungen vermittelt, die präventiv wirken, indem sie die Rückenmuskulatur stärken, die Wirbelsäule entlasten, eine rückenschonende Haltung einüben und somit Rückenschmerzen vorbeugen. Rückenschule sollte schon dann zum Einsatz kommen bevor Beschwerden auftreten.

Für den Bereich der Kinderphysiotherapie gibt es ein Rückenschulen-Programm, dass speziell auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt ist.

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Schlingentischbehandlung

Der sogenannte Schlingentisch, ist eine Konstruktion in die einzelne Körperteile des Patienten oder auch der ganze Körper in Rückenlage aufgehängt wird. Hierdurch reduziert sich das Eigengewicht, Gelenke und Wirbelsäule werden entlastet, Muskeln können entspannen. In der Aufhängung werden Schmerzen reduziert, wodurch z.B. Gliedmaße in der scheinbaren Schwerlosigkeit leichter mobilisiert und Muskeln gestärkt werden können. Die Schlingentischbehandlung wird häufig mit der manuellen Therapie kombiniert und kommt vor allem zum Einsatz bei Schmerzen, Lähmungen, Muskel- und Hautverkürzungen.

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Taping

Die muskuläre Beweglichkeit ist nicht nur wichtig für die Gesundheit, sie befördert das Blut, die Lymphflüssigkeit und beeinflusst die Körpertemperatur. Beeinträchtige Muskelaktivitäten können somit negative Auswirkungen auf verschiedene Körperbereiche haben.

Das Physio-Tape wurde entwickelt, um die Muskeln in ihrer Aktivität zu unterstützen, ohne dabei die Beweglichkeit einzuschränken. Das Tape entspricht in Elastizität und Gewicht der menschlichen Haut. Die "liftende Wirkung" des CureTapes erwirkt eine sofortige Druckverminderung, wodurch der Blutkreislauf und die Lympheabfuhr wiederhergestellt werden. Der Druck auf die Schmerzrezeptoren nimmt ab, der empfundene Schmerz vermindert sich sofort. Automatisch ermöglicht das ein mehr physiologisches Bewegungsmuster. Gleichzeitig wird der subcutane Blutkreislauf verbessert und die Lymphabfuhr gefördert.

Das Tape ist antiallergisch, ventilierend und hatfreundlich, so dass es problemlos über 24 Stunden angewandt werden kann. Dies fördert eine schnellere Erholung nach einem Gewebetrauma.

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Thermische Anwendungen

Die thermischen Anwendungen stellen eine Erweiterung der motorisch-funktionellen oder sensomotorisch-perzeptiven Behandlung dar und arbeiten mit Wärme- bzw. Kältereizen.

Sie werden insbesondere zur Schmerztherapie und zur Reduktion von Muskelspannungsstörungen eingesetzt. Vor allem Patienten mit rheumatischen Beschwerden können sehr gut Linderung erlangen.

Durch Wärme werden aus Schmerzen resultierende Verspannungen gelockert, die Gefäße geweitet, die Bewegungsfähigkeit erhöht, die Durchblutung und das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Wärmeanwendungen erfolgen in der Regel durch Bäder, aber auch durch die so genannte "heiße Rolle" oder durch Umschläge.

Kälte hingegen reduziert auf reflektorischem Weg das Schmerzempfinden und fördert lokal die Durchblutung. Des Weiteren kann durch Kühlung Entzündungen entgegengewirkt werden.

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