Stottern: Das Stottern bezeichnet eine Störung der Sprechflüssigkeit, die sowohl hirnorganische, als auch psychische, konstitutionelle oder traumatische Ursachen haben kann. Der Redefluss wird durch das Wiederholen von Lauten, Silben oder Worten unterbrochen. Es kommt weiterhin zu Lautveränderungen, sowie Blockaden und Muskelverspannungen. Das Stottern wirkt sich außerdem auf die Atmung und manchmal auch auf die Körperbewegung aus.

Meist beginnt das Stottern im (Vor-)Schulalter und kann u. U. chronifizieren, so dass es bis ins Jugend- und Erwachsenenalter bestehen bleibt. Nicht selten führt das Stottern, insbesondere bei extremer Ausprägung, zu psychosozialen Beeiträchtigungen, wenn Betroffene aus Angst vor Kommunikation Kontakte zu Mitmenschen vermeiden und so zunehmend in Isolation geraten. Die Lebensqualität kann sehr stark eingeschränkt sein. Gerade bei lang bestehender Symptomatik kann das Therapieziel eher ein besserer Umgang mit dem Stottern als ein Verschwinden jeglicher Symptomatik sein.