Schematherapie: Die Schematherapie ist eine Form der Psychotherapie. Sie wurde zur Behandlung von chronischen, charakterologischen Aspekten psychischer Störungen entwickelt. Sie findet erfolgreich Anwendung bei der Behandlung chronisch erkrankter Patienten mit Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline- und Narzisstische Persönlichkeitsstörung), aber auch bei Esssstörungen, Substanzmittelmissbrauch, bei Paarbehandlungen und langjährigen Beziehungsstörungen.

Die Schematherapie ist ein Erklärungs- und Behandlungsmodell für Patienten mit Problemen im charakterologischen Bereich. Sie geht davon aus, dass in der Kindheit und im Verlauf des Lebens Schemata erworben werden, die weitgesteckte Muster aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempfindungen beinhalten und das Verhalten steuern. Diese können mit der eigenen Persönlichkeit unvereinbar sein, ihr entgegen stehen und hinderlich sein. Solche früh erworbenen hinderlichen Schemata werden maladaptiv genannt. Diese maladaptiven Schemata haben zum Zeitpunkt ihrer Ensteheung eine wichtige, u.U. sogar überlebensnotwendige Funktionen gehabt. Im Verlauf prägen sich sich weiter aus und werden dysfunktional. Sie bestimmen dann das Denken und Handeln auf starre und rigide Weise, so dass Lebensqualität und Handlungskompetenzen eingeschränkt werden.

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