Sandspiel: Die von Dora Kalff entwickelte Sandspieltherapie basiert auf der Grundlage der psychonalytischen Erkenntnisse von C. G. Jung und wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass das Selbst von Geburt an in der Lage ist den psychischen Entwicklungsprozess positiv zu beeinflussen und zu bestimmen.

Das Sandspiel besteht aus einem Kasten, der durch einen Rahmen begrenzt wird. Der blaue Grund des Sandspiel vereinfacht das symbolische Darstellen von Wasser, Flüssen, Seen, Meeren. Außerdem kommen kleine Figuren (Menschen, Tiere, Fabelwesen, Pflanzen, etc.) zum Einsatz. Der Patient stellt mit Hilfe der Figuren und des Sands innere Bilder im Außen dar. Diese entstehen spontan und ohne thematische Vorgabe. Sie werden als Ausdruck bewusster und unbewusster Inhalte verstanden. Durch den freien und geschützten Rahmen in Begleitung durch den Therapeuten, durch den unmittelbaren Bezug zwischen Innen und Außen, die sinnvolle Regression und den initiierten Prozess, können die Selbstheilungskräfte der Psyche aktivert und korrigierende Neuerfahrungen gemacht werden.

Das Sandspiel zählt zu den nonverbalen Therapieverfahren und verzichtet weitgehend auf eine aufdeckende Interpretation.