Psychosomatik: Der Bereich der Psychosomatischen Medizin betrachtet den Zusammenhang und die Wechselwirkungen zwischen Psyche (Seele) und Soma (Körper). So kann eine schwere Erkrankung Auswirkungen auf die psychische Verfassung eines Patienten haben oder umgekehrt, die psychischen Verfassung den Genesungszustand einer körperlichen Erkrankung mit beeinflussen.

Zum klinischen Bereich der psychosomatischen Medizin zählen:
  • Körperliche Erkrankungen mit ihren biopsychosozialen Aspekten (z.B. Krebserkrankungen und ihre Bewältigung)
  • Physiologisch-funktionelle Störungen als Begleiterscheinungen von Emotionen und Konflikten sowie als direkte oder indirekte Reaktion auf psychische oder physische Traumata
  • Konversionsstörungen: Körperliche Symptome, die auf unbewusste Konflikte zurückgehen
  • Hypochondrie: Die Überzeugung, an einer Krankheit zu leiden und krankhaftes Interesse an Gesundheit und Beschwerden
  • Gestörtes Gesundheitsverhalten und dessen Folgen (z.B. Übergewicht, Rauchen)
  • Seelische Störungen, die mit körperlichen Missempfindungen einhergehen: Neurotische Störungen, Abhängigkeitserkrankungen (Sucht), Persönlichkeitsstörungen, reaktive Störungen.
Als Sonderform psychosomatischen Geschehens beschäftigt sich die psychosomatische Medizin mit somatoformen Störungen, bei denen kein organischer Befund nachweisbar ist und psychische Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome eine bedeutsame Rolle spielen.

Hier ist der Begriff des „sekundären Krankheitsgewinns“ zu nennen, der einem Patienten Vorteile wie Zuwendung durch Ärzte oder Angehörige oder eine vorzeitige Rente verschaffen. Häufig vorkommende Beschwerden, die dieser Gruppe zuzuordnen sind, sind u.a. Schmerzen und funktionelle Beschwerden des Herz-Kreislauf Systems, Magen-Darm-Bereiches und des Skelett- und Muskelsystems.

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