
| Mukiviszidose: |
Mukoviszidose ist eine Erkrankung, die auf einem Gendefekt des CFTR-Gens basiert. Betroffen sind
alle inneren Organe, für die das CFTR-Genprodukt eine Rolle spielt, also Bauchspeicheldrüse,
Lunge, Leber, Niere, Geschlechtsorgane und Schweißdrüsen. In der Folge ist der Salz- und
Wassertransport des Körpers gestört, so dass die Organe verschleimen. Dies führt
insbesondere zu starken Beschwerden im Bereich der Atmung mit chronischem Husten. Mukoviszidosekranke
sind ausgesprochen anfällig für Lungenentzündungen. Außerdem kommt es zu starkem
Untergewicht und Verdauungsproblemen. Die Ausprägung der Krankheit kann sehr variieren, die Anzahl der betroffenen Organe kann unterschiedlich sein. Jährlich kommen ca. 300 Kinder mit Mukoviszidose zu Welt. Mukoviszidose zu behandeln heißt die Symptome zu behandeln. Die eigentliche Ursache, der Gendefekt, kann bislang nicht behandelt werden. Insgesamt gilt, je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto größer werden die Möglichkeiten aktiv gegenzusteuern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Neben medikamentöser Behandlung, Transplantation, Sport und Inhalationstherapie spielt v.a. auch die physiotherapeutische Behandlung eine entscheidende Rolle. Hier geht es in der Atemtherapie vor allem darum, dem Patienten bestimmte Atemtechniken beizubringen, die er ein Leben lang anwenden kann, um die Funktion der Lunge zu verbessern. Die fortschreitende Optimierung der Therapie hat die Lebenserwartung der Erkranken erheblich verbessert. Während 1980 nur einer von hundert Betroffenen die Volljährigkeit erreichte, ist dies heute bereits jeder zweite. Ein Kind, das heute mit Mukoviszidose geboren wird, hat die Chance 50 Jahre und älter zu werden. [zurück] |