Borderline-Syndrom: Was versteht man darunter?

Der Begriff "Borderline" ist der englischen Sprache entlehnt und bedeutet Grenzlinie. Bei der nicht einheitlich definierten Erkrankung handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die sich zwischen Psychose und Neurose, also im Grenzbereich beider Erkrankungen, bewegt.

Symptome:

Ein wichtiges Anzeichen der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die Angst - nicht die "normale" Angst, die sich auf eine bestimmte Sache bezieht, sondern eine diffuse und in der Intensität schwankende Angst, die nicht konkretisierbar ist und die die Betroffenen ständig begleitet. Die meisten Borderline-Patienten geben diese Angst aber auch auf Nachfrage nicht zu. Erst wenn sie sich von ihrem Therapeuten angenommen fühlen, sind sie dazu in der Lage.

In Komorbidität treten nicht selten Depressionen, Phobien, Zwänge, psychosomatische Beschwerden oder das sog. selbstverletzende Verhalten (SVV) hinzu. Häufig findet sich das Schneiden oder Ritzen, das Verbrennen mit Zigaretten. Einige Betroffene konsumieren übermäßig Alkohol oder entwickeln eine Drogenabhängigkeit. Menschen werden grundsätzlich in gut und böse aufgeteilt (Splitting).

Ursachen:

Die Gründe für eine Borderline-Erkrankung liegen vor allem in der Kindheit der Betroffenen. Dabei spielt vor allem früh erlebte, massive psychische oder physische Verletzungen eine Rolle. Diese können in Form von Vernachlässigung, körperlicher Gewalt oder im extremen Fall durch sexuellen Missbrauch erfolgt sein.

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