Binge Eating Disorder: "Binge" (engl.) bedeutet "schlingen". Der Unterschied zur Ess-Brech-Sucht oder Bulimie liegt im Wesentlichen darin, dass keine Gegenmaßnahmen nach einem Essanfall ergriffen werden, d. h. es erfolgt kein kompensatorisches Verhalten wie z. B. extremer Sport, Hungern oder Erbrechen.

Typisch für Binge Eating Disorder (BED):

Mögliche diagnostische Hinweise:
  • Wiederkehrende Episoden von Heißhungeranfällen (mind. 2 pro Woche über sechs Monate). Diese Anfälle werden als zwanghaft und hemmungslos erlebt. Bei einem Essanfall verschlingen Betroffene eine enorm große Nahrungsmenge in relativ kurzer Zeit. Danach plagen Schuldgefühle, Depressionen und Selbstvorwürfe das bereits angekratzte Selbstbewusstsein.

  • Die Episoden der Essanfälle treten mit mindestens drei der folgenden Symptome auf:
    • übermäßig schnelles Essen, Schlingen
    • Essen bis zu einem belastenden Völlegefühl
    • Essen von großen Nahrungsmengen ohne körperliches Hungergefühl
    • allein essen aus Scham
    • Ekel, depressive Verstimmungen und Schuldgefühle nach dem Essen
    • Die bei den Essanfällen aufgenommene Nahrung wird im Körper behalten, Aktivitäten, um die Kalorienzufuhr auszuscheiden oder abzutrainieren, bleiben aus.
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