Abhängigkeitserkrankungen Abhängigkeitserkrankungen zählen zu den zweit häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie kommen bei Männern und Frauen aller sozialer Schichten gleichermaßen vor.

Abhängigkeitserkrankungen beginnen in der Regel schleichend, die Betroffenen schlittern in die Erkrankung hinein, so dass es bei vielen lange dauert, bis sie sich in Behandlung geben. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Patienten aus Scham versuchen ihre Abhängigkeit zu verheimlichen und erst dann Hilfe nehmen, wenn die Schäden bereits erheblich sind. Sie wirken sich auf die Gesundheit, auf das soziale Umfeld, auf Arbeitsplatz, Finanzen und Familie aus.

Es sind nicht nur Drogen, Alkohol, Zigaretten und andere Substanzen wie Klebstoffe, die abhängig machen können. Auch das Einkaufen, das Glücksspiel, das Surfen im Internet, das Arbeiten, der Sport etc. können süchtig machen.

In der Therapie geht es in erster Linie darum, an der Motivation des Patienten zu arbeiten sein Verhalten zu ändern. Dann folgt der Entzug, bei schweren Abhängigkeitserkrankungen im stationären Rahmen. Nach dem Entzug folgt die Entwöhnung, mit dem Ziel langfristig suchtfrei zu bleiben. Je nach Art der bestehenden Abhängigkeit bleiben viele Patienten ein Leben lang gefährdet rückfällig zu werden oder die Sucht zu verlagern. Oftmals wird eine therapeutische Begleitung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Gerade Patienten, die eine Alkoholabhängigkeit erlitten haben, müssen sich im alltäglichen Leben immer wieder behaupten, da der Alkoholkonsum fest im gesellschaftlichen Leben verankert ist.