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Erklärungen der Begriffe in der Ergotherapie

Abhängigkeitserkrankungen

Abhängigkeitserkrankungen zählen zu den zweit häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie kommen bei Männern und Frauen aller sozialer Schichten gleichermaßen vor.

Abhängigkeitserkrankungen beginnen in der Regel schleichend, die Betroffenen schlittern in die Erkrankung hinein, so dass es bei vielen lange dauert, bis sie sich in Behandlung geben. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Patienten aus Scham versuchen ihre Abhängigkeit zu verheimlichen und erst dann Hilfe nehmen, wenn die Schäden bereits erheblich sind. Sie wirken sich auf die Gesundheit, auf das soziale Umfeld, auf Arbeitsplatz, Finanzen und Familie aus.

Es sind nicht nur Drogen, Alkohol, Zigaretten und andere Substanzen wie Klebstoffe, die abhängig machen können. Auch das Einkaufen, das Glücksspiel, das Surfen im Internet, das Arbeiten, der Sport etc. können süchtig machen.

In der Therapie geht es in erster Linie darum, an der Motivation des Patienten zu arbeiten sein Verhalten zu ändern. Dann folgt der Entzug, bei schweren Abhängigkeitserkrankungen im stationären Rahmen. Nach dem Entzug folgt die Entwöhnung, mit dem Ziel langfristig suchtfrei zu bleiben. Je nach Art der bestehenden Abhängigkeit bleiben viele Patienten ein Leben lang gefährdet rückfällig zu werden oder die Sucht zu verlagern. Oftmals wird eine therapeutische Begleitung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Gerade Patienten, die eine Alkoholabhängigkeit erlitten haben, müssen sich im alltäglichen Leben immer wieder behaupten, da der Alkoholkonsum fest im gesellschaftlichen Leben verankert ist.

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Adipositas

Adipositas ist eine chronische Krankheit und kann auch bezeichnet werden als Obesitas (engl.: obesity) oder Fettleibigkeit. Dabei handelt es sich um eine übermäßige Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe. Der Begriff Fettsucht ist nicht sinnvoll, da Adipositas in den meisten Fällen nichts mit Sucht zu tun hat, erst recht nicht mit einer Sucht nach Fett!

Adipositas bei Kindern

Die Fettleibigkeit grassiert unter deutschen Kindern: 10-20% der Schulkinder und Jugendlichen sind zu dick und viele werden zeitlebens übergewichtig bleiben.

Weltweites Problem

Übergewicht erobert alle Länder, Adipositas ist ein weltweites Problem: die schwere Last des Wohlstands. Erstmals leben so viele dicke Menschen auf der Erde wie dünne. In einigen westlichen Industrienationen sind mehr als 30 Prozent der Menschen übergewichtig. Je nach Nation verursachen Adipositas und die Folgeerkrankungen fünf bis zehn Prozent der Gesamtkosten des Gesundheitswesens. Übergewicht ist damit - nach dem Rauchen - Todesursache Nummer zwei.

Es gibt einige Denkmuster und Verhaltensweisen, die als charakteristisch für Übergewichtige und ihre Familie gelten:

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AD(H)S (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom)

In seinem Buch "Der Struwwelpeter" hat der Frankfurter Kinderarzt Heinrich Hoffmann schon 1848 die Eigenheiten von AD(H)S-Kindern mit dem "Zappelphillipp" und dem "Hans-Guck-in-die-Luft" beschrieben.

In der Literatur werden 2 AD(H)S-Erscheinungstypen vorgestellt:

Hauptsymptome der AD(H)S sind:

Welche therapeutischen Maßnahmen werden bei Kindern mit AD(H)S durchgeführt?

Diagnostik bei uns möglich!

Spezielle AD(H)S-Programme in unserer Praxis:

Zusätzlich gibt es folgende Behandlungskonzepte, die sich mit langfristiger Wirkung bei AD(H)S bewährt haben:

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Affektive Störungen

Affektive Störungen bezeichnen Störungen oder Beeinträchtigungen im Bereich der Stimmung. Es müssen jedoch immer auch weitere Aspekte wie Antrieb, vegetative Vorgänge und soziale Interaktion beachtet werden. Affekte können in die Richtungen Euphorie oder Dysphorie beeinträchtigt sein, es gibt jedoch viele verschiedene Abstufungen und Verlaufsformen. Hierzu zählen:

Die Ursachen einer affektiven Störungen können multifaktoriell bedingt sein (z.B. in Folge hormoneller Veränderungen, durch äußere Einwirkungen wie Gifte, als Nebenwirkung von Medikamenten, durch neurologische Veränderungen, im Rahmen einer demenziellen Entwicklung, durch psychogene Faktoren wie Trauer, Stress oder als Reaktion auf unbewältigte Konflikte). Sie müssen vor jeder Behandlung genau abgeklärt werden.
Bei starken Ausprägungen von Depression (bis hin zu einem Gefühl der Gefühllosigkeit) oder Manie (völliger Kontrollverlust) muss besonders darauf geachtet werden, ob das Leben der Patienten in Gefahr ist. Hier wird in der Regel eine stationäre Behandlung erforderlich.

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Affolter-Konzept

Das von Frau Dr. Affolter entwickelte Konzept ist ein neurophysiologisches Therapiekonzept und eignet sich besonders für die Behandlung von neurologisch betroffenen Patienten jeden Alters, die aufgrund ihrer Hirnschädigung unter Wahrnehmungsstörungen leiden. Das therapeutische Führen nach Affolter wird besonders bei schwer betroffenen Patienten eingesetzt. Im klinischen und ambulanten Bereich ist das Konzept eine gute Ergänzung zu anderen Therapiemethoden und -verfahren.

Beim Affolter-Konzept geht es darum, hirngeschädigte Menschen führenderweise in ihren Alltag zu begleiten. Beim Führen nach Affolter erspürt der Patient gemeinsam mit dem therapeutischen Begleiter Alltagsgeschehnisse mit dem Ziel, diese gewonnenen Wahrnehmungsinformationen zu ordnen, um Erkenntnisse über sich und die Umwelt hervorzurufen.

Bei den wissenschaftlichen Studien von Frau Dr. Affolter und ihren Mitarbeitern handelt es sich um eine fundierte Therapiemethode, die mittlerweile fast 30 Jahre erprobt wurde und sich hervorragend bewährt hat, da sie sich mit den anderen Therapiekonzepten gut vereinbaren lässt. Durch Anleitung der Bezugspersonen des Betroffenen werden diese intensiv in die Therapie mit einbezogen.

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Aggression

Unter Aggressionen versteht man Verhaltensweisen, welche alle ein Konflikt zwischen Individuen oder Gruppen, der durch unvereinbare Verhaltensziele verursacht wurde, nicht durch einseitige oder beidseitige Änderung dieser Verhaltensziele gelöst wird, sondern dadurch, dass die eine Konfliktpartei zumindest versucht, der anderen eine Änderung aufzuzwingen.

Im Tierreich ist aggressives Verhalten weit verbreitet. Es wird von Verhaltensbiologen meist dahingehend interpretiert, dass es dem direkten Wettbewerb um Ressourcen, der Fortpflanzung oder dem Nahrungserwerb dient.

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Andullations-Massagetherapie

Gesund mit der richtigen Frequenz

Andullation ist ein neues biophysikalisches Therapieverfahren. Es basiert darauf, sämtliche Flüssigkeiten im Körper in Schwingung zu versetzen - die wirksamste Methode, die körpereigenen Mechanismen zur Selbstheilung anzuregen. Indem die Andullation Frequenzen bestimmter Wellenlänge in die Flüssigkeiten des Körpers einkoppelt, erzeugt sie darin Schwingungen. Damit wird der Fluss von Blut und Lymphe intensiv aktiviert und so die Basis für den Gesundungsprozess gelegt. Durch die Anregung des Blut- und Lymphflusses setzt die Andullation schließlich direkt auf den Ebenen an, auf denen Krankheiten entstehen: einer mangelhaften Durchblutung und einem unzureichenden Abtransport von Stoffwechselendprodukten.

Ursachen beseitigen, nicht nur Symptome behandeln

Da die Andullation den Stoffwechsel und die Durchblutung optimiert, beseitigt sie gezielt die Ursachen von Erkrankungen - und nicht wie meist nur deren Symptome. Denn die durch das biophysikalische Verfahren erzeugten Schwingungen bieten dem Körper die Möglichkeit, seine Funktionen wieder zu normalisieren und sich umfassend zu regenerieren. Andullation wirkt mithin nicht für sich selbst heilend, sondern eröffnet dem Körper den Weg, sich wieder selbst zu heilen. Bei den Frequenzen, die dem Körper im Zuge dieser Therapie übermittelt werden, handelt es sich um ganz bestimmte: Um die "Schönwetter-Frequenzen", die sich bei 10 Hertz bewegen. So benannt, weil sie überwiegend nur bei schönem Wetter und Sonne der Atmoshäre vorherrschen

Die praktische Umsetzung der Andullation erfolgt derzeit in mechanischer Form, dem Andullationstherapie-Systems. Die Schönwetter-Frequenzen werden direkt in den Körper geleitet. Außer dieser mechanischen bendient sich das System auch optischer Mechanismen: Infrarot-Strahler, mit der die Einkoppelung der Frequenzen gezielt untersützt wird

Großes Einsatzspektrum

Die Andullation hat keinerlei Nebenwirkungen und kann von jedem in jedem Alter angewendet werden - ob gesund oder krank. Denn die erzeugten Schwingungen haben sowohl vorbeugende als auch therapeutische Effekte bei bereits bestehenden Erkrankungen. Auf Grund ihres Wirkprinzips verfügt diese neue biophysikalische Behandlungmethode auch über ein breites Spektrum an Anwendungen: Sie zielt nicht auf ein spezielles Organ oder Organsystem ab, sondern beeinflusst alle Funktionen des Organismus positiv. Mit ihren Basiseigenschaften, die den Stoffwechsel und die Durchblutung wesentlich verbessern, legt die Andullation das Fundament zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit. Wie wirksam und nachhaltig, haben inzwischen auch eine ganze Reihe wissenschaftlicher Studien gezeigt.

Hilfe bei:

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Angehörigenberatung

Oft sind Angehörige unserer Patienten in bestimmten Alltagssituationen überfordert oder wissen nicht, wie sie angebracht in diesen reagieren sollen. Sie fühlen sich alleine gelassen.
Durch Angehörigenberatung und -anleitung wird die Interaktion zwischen Symptomträger und Angehörigen verbessert und alle Beteiligten fühlen sich wohler. Wir helfen gerne und beraten Angehörige vom gesamten Bereich unserer Therapieangebote, angefangen bei Eltern von verhaltensauffälligen Kindern, über Angehörige von Menschen mit neuronalen Erkrankungen bis hin zu Angehörigen von geriatrischen Erkrankungen, wie Alzheimer und Demenz.

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Ängste

Die "normale" Angst ist für den Menschen ein überlebenswichtiges Alarmsystem, dass vor Bedrohungen warnt. Sie wird dann pathologisch, wenn sie grundlos auftritt, d. h. sich nicht auf eine tatsächliche Bedrohung bezieht. Man unterscheidet hier verschiedene Formen der Angsterkrankungen:

Generalisierte Angststörung:

Es tritt ein Angstgefühl auf, das nicht in Bezug zu einem Angstauslöser steht und über einen längeren Zeitraum anhalten kann, also eine diffuse Angst. Häufig finden sich beim Patienten unrealistische Befürchtungen, körperliche Verspannungen, Konzentrationsschwierigkeiten und eine vegetative Übererregung.

Phobie:

Die Phobie ist, im Gegensatz zur generalisierten Angsterkrankung, auf ein bestimmtes angstauslösendes Objekt, gerichtet. Zu den so genannten Phobien zählen unter anderem die Angst vor geschlossenen Räumen (Klaustrophobie), die Flugangst, Höhenangst (Akrophobie), Angst vor bestimmten Tieren wie z. B. Spinnen oder Hunden, der sozialen Phobie oder Angst vor öffentlichen Plätzen (Agoraphobie). Betroffene versuchen die für sie angstauslösenden Situationen zu vermeiden, was zu einer erheblichen Einschränkung im Alltag führen kann. So kann es sein, dass es einem Patienten mit ausgeprägter Agoraphobie nicht mehr möglich ist, das Haus zu verlassen. Soziale Isolation ist die Folge.

Panikstörung:

Bei der Panikstörung tritt in unvorhersehbaren Situationen eine massive, panikartige Angst mit starken körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühlen, Schwindel, Hyperventilation und Entfremdungsgefühlen auf. Betroffene haben teils sogar die Befürchtung, zu sterben oder komplett die Kontrolle zu verlieren. Diese Situationen werden als "Panikattacken" bezeichnet. Die Patienten leiden dazu unter einer Angst vor der Angst, einer Erwartungsangst, wodurch ein Teufelskreis aus Angst entsteht.

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Aphasie

Eine Aphasie ist eine Störung der Sprache, die immer durch eine Hirnschädigung verursacht wird.
Die häufigste Ursache dafür ist ein Schlaganfall. Aber auch andere Einflüsse wie beispielsweise Hirnverletuzngen durch Verkehrsunfälle, Hirntumore oder Hirnentzündungen können zu einer Aphasie führen.

Eine Aphasie betrifft alle sprachlichen Modalitäten, d.h. Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben. Wörtlich bedeutet Aphasie "Sprachverlust", jedoch geht die Sprache eigentlich nie ganz verloren. Aphasien zeigen vielmehr eine Vielfalt an Störungsformen und Schweregraden - keine Aphasie ist wie die andere.

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Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen

Bei der Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) fallen ein oder mehrere Leistungen der auditiven Verarbeitung oder Wahrnehmung aus.

Die verschiedenen Leistungen der auditiven Verarbeitung und Wahrnehmung, die jeweils einzeln ausfallen können sind:

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Autismus

Autismus ist von der Weltgesundheitsorganisation als eine tief greifende Entwicklungsstörung klassifiziert, und wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich bereits im frühen Kindesalter bemerkbar macht. In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen Frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, welches oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr auftritt.

Die Symptome und die individuellen Ausprägungen des Autismus sind sehr vielfältig, sie können von leichten Verhaltensproblemen an der Grenze zur Unauffälligkeit (z. B. als "Schüchternheit" verkannt) bis zur schweren geistigen Behinderung reichen.

Allen autistischen Krankheitsbildern sind Beeinträchtigungen des Sozialverhaltens gemeinsam (z. B. Schwierigkeiten, mit anderen Menschen zu sprechen, Gesagtes richtig zu interpretieren, Mimik und Körpersprache einzusetzen).

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Basale Stimulation

Basale Stimulation bedeutet die Aktivierung der Wahrnehmungsbereiche und die Anregung primärer Körper- und Bewegungserfahrungen sowie Angebote zur Herausbildung einer individuellen nonverbalen Mitteilungsform. Basale Stimulastion wird bei Menschen, deren Eigenaktivität auf Grund ihrer mangelnden Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist und deren Fähigkeit zur Wahrnehmung und Kommunikation erheblich beeinträchtigt ist angewendet.Ein Beispiel hierfür wären schwerst mehrfachbeeinträchtigte Menschen, Schädel-Hirn-Traumatisierte, Menschen mit hemiplegischem, apallischem oder komatösem Syndrom.

Mit einfachsten Möglichkeiten wird dabei versucht, den Kontakt zu diesen Menschen aufzunehmen, um ihnen den Zugang zu ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen zu ermöglichen und Lebensqualität zu erleben.

Konkrete Beispiele

Es werden in der Betreuung oder Pflege Wahrnehmungserfahrungen angeboten, die an vorgeburtliche Erfahrungen anschließen und als Basis zur weiteren Entwicklung dienen.

Unter anderem werden Erfahrungen wie das Spüren des eigenen Körpers (Haut als Kontaktstelle zur Außenwelt), die Empfindung der eigenen Lage im Raum (Koordination) und das Kennenlernen des eigenen Inneren (z.B. der Muskulatur) durch somatische, vestibuläre (Gleichgewichtssinn) und vibratorische Anregungen gegeben.

Außerdem werden fünf Sinne angesprochen (Sehen, Hören, Schmecken, Fühlen, Riechen).

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Binge Eating Disorder

"Binge" (engl.) bedeutet "schlingen". Der Unterschied zur Ess-Brech-Sucht oder Bulimie liegt im Wesentlichen darin, dass keine Gegenmaßnahmen nach einem Essanfall ergriffen werden, d. h. es erfolgt kein kompensatorisches Verhalten wie z. B. extremer Sport, Hungern oder Erbrechen.

Typisch für Binge Eating Disorder (BED):

Mögliche diagnostische Hinweise:

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Biofeedback

Biofeedback ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin. Beim Biofeedback werden Körperfunktionen, die normalerweise unbemerkt ablaufen, wie z. B. Muskelspannung, Atemfrequenz, Hautleitwert oder Herzfrequenz, mit geeigneten Geräten gemessen und akustisch oder visuell rückgemeldet. Diese Rückmeldung (engl.: feedback) kann unmittelbar und fortlaufend erfolgen. Dadurch besteht die Möglichkeit, diese Körperfunktionen durch die Sinnesorgane wahrzunehmen und zu beeinflussen. In Verbindung mit einem Computer ist es möglich eine Biofeedbacktherapie in Spielform zu gestalten, so dass sich diese Therapiemethode auch für Kinder und Jugendliche eignet. Bei Erwachsenen können in einem Stresstest ihre persönlichen Reaktionsmuster erfasst werden. Daraus wird dann mit Ihnen zusammen ein Therapieplan erstellt. Dieser ist dann optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Was kann mit Biofeedback erfolgreich behandelt werden?

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Bobath

Bobath ist eine Pflege- und Therapiekonzept, das speziell für Patienten entwickelt wurde, die aufgrund von Erkrankungen des zentralen Nervensystems unter Lähmungen leiden. Besonders kommt Bobath bei Schlaganfallpatienten zum Einsatz. Aber auch bei anderen Beeinträchtigungen des Gehirns (z.B. nach Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutung, Hirntumor, u.a.) stellt Bobath eine ausgesprochen sinnvolle Therapie dar.

Das zentrale Nervensystem besitzt die lebenslange Fähigkeit dazu zu lernen und sich strukturellen Veränderungen anzupassen. Diese Fähigkeit macht sich Bobath zu Nutze. In Form von neuen Lernangeboten wird das zentrale Nervensystem stimuliert, um einen adäquaten Muskeltonus zu erhalten, physiologische Bewegungsabläufe zu optimieren und die Körperwahrnehmung zu Verbessern. Diese Lernimpulse sind in den Alltag integriert und sollen dem Patienten zu mehr Selbstständigkeit verhelfen (z.B. Körperpflege, Essenszubereitung, u.ä.).

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Borderline-Syndrom

Was versteht man darunter?

Der Begriff "Borderline" ist der englischen Sprache entlehnt und bedeutet Grenzlinie. Bei der nicht einheitlich definierten Erkrankung handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung, die sich zwischen Psychose und Neurose, also im Grenzbereich beider Erkrankungen, bewegt.

Symptome:

Ein wichtiges Anzeichen der Borderline-Persönlichkeitsstörung ist die Angst - nicht die "normale" Angst, die sich auf eine bestimmte Sache bezieht, sondern eine diffuse und in der Intensität schwankende Angst, die nicht konkretisierbar ist und die die Betroffenen ständig begleitet. Die meisten Borderline-Patienten geben diese Angst aber auch auf Nachfrage nicht zu. Erst wenn sie sich von ihrem Therapeuten angenommen fühlen, sind sie dazu in der Lage.

In Komorbidität treten nicht selten Depressionen, Phobien, Zwänge, psychosomatische Beschwerden oder das sog. selbstverletzende Verhalten (SVV) hinzu. Häufig findet sich das Schneiden oder Ritzen, das Verbrennen mit Zigaretten. Einige Betroffene konsumieren übermäßig Alkohol oder entwickeln eine Drogenabhängigkeit. Menschen werden grundsätzlich in gut und böse aufgeteilt (Splitting).

Ursachen:

Die Gründe für eine Borderline-Erkrankung liegen vor allem in der Kindheit der Betroffenen. Dabei spielt vor allem früh erlebte, massive psychische oder physische Verletzungen eine Rolle. Diese können in Form von Vernachlässigung, körperlicher Gewalt oder im extremen Fall durch sexuellen Missbrauch erfolgt sein.

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Bulimie

Vom äußeren Erscheinungsbild sind bulimische Frauen/Männer scheinbar normal, meist schlank. Sie sind sehr gepflegt und ehrgeizig. Es ist kaum zu erkennen, dass sie Probleme haben und Hilfe benötigen.

Typisch für Ess-Brech-Sucht (Bulimie; Bulimia nervosa):

Mögliche diagnostische Hinweise:

Diese Verhaltensweisen können einzeln oder parallel auftreten.

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Burn-Out-Syndrom

An Burnout (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) Erkrankte leiden unter einer starken geistigen, körperlichen und seelischen Erschöpfung. Burnout ist längst keine reine Managerkrankheit mehr. Besonders gefährdet sind Menschen in sozialen Berufen (Altenpfleger, Krankenschwestern), aber auch Lehrer und Seelsorger. Die Betroffenen wollen anderen helfen. Sie geben viel, bekommen aber wenig Anerkennung und Bestätigung zurück.

Die Betroffen erfüllen häufig folgende Persönlichkeitsmerkmale:

Hinzu kommen noch äußere Faktoren:

Das Gefährliche am Burnout ist, dass sich diese Erkrankung schleichend entwickelt und die Betroffenen erst nach Jahren an den Punkt gelangen, wo nichts mehr geht und der Akku leer ist. Es fehlt die Kraft zum leben. Der Wille, zu arbeiten, ist vielleicht noch da, Körper und Geist versagen jedoch ihre Dienste.

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Cogpack

Cogpack ist ein PC gestütztes Hirnleistungstraining. Hauptsächlich wird es in der Rehabilitation von Patienten mit hirnorganischem Syndrom eingesetzt. Cogpack eignet sich zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit ebenso, wie zur Reduzierung von kognitiven Defiziten. Es trainiert Hirnfunktionen wie z.B. Merkfähigkeit, Konzentration und Sachwissen.

Cogpack protokolliert automatisch und vergleicht alle Leistungen und Ergebnisse des Patienten. Dadurch ist jederzeit eine Kontrolle über den Therapie-Erfolg möglich.

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Demenz

Bei einer Demenz handelt es sich um eine fortschreitende Verlust erworbener, geistiger Leistungsfähigkeiten. Demenz tritt fast immer, aber nicht ausschließlich im Alter auf. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Orientierung (zu Zeit, Ort, Person und Situation), die Sprache und die Motorik, nur bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen

Heute sind verschiedene, aber nicht alle Ursachen von Demenz geklärt und einige Formen können in gewissen Umfang behandelt werden, d. h. die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden.

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Depression

Wer kennt das nicht: ein Gefühl von Bedrückung, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit? Doch wann wird aus diesen (Ver-)Stimmungen eine Depression?

Allgemeine Kennzeichen einer depressiven Erkrankung sind neben der gedrückten Stimmung eine ausgeprägte Antriebslosigkeit, ein Gefühl der Gefühllosigkeit, eine Freudlosigkeit und Interessenverlust, ein Mangel an Konzentration, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Libidoverlust, Gedankenkreisen und ein herabgesetztes Selbstwertgefühl.

Eine große Gefahr stellt die Suizidalität dar! Die Erkrankten sind gefangen in einem Kreislauf aus einer negativen Bewertung der Vergangenheit, der aktuellen Lebenssituation und der Zukunft. Sie können sich nicht vorstellen, dass es für sie einen Weg aus der Dunkelheit gibt und sie jemals wieder ein glückliches Leben führen werden.

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Dyskalkulie

Bei der Rechenschwäche handelt es sich um eine Lernstörung im Grundlagenbereich der Arithmetik. Das Verständnis für Mengen und Zahlen und für mathematische Operationen ist nicht oder nur mangelhaft entwickelt. Diese Defizite sind nicht durch mangelnde Intelligenz oder schlechte Beschulung erklärbar. In der Regel gehen die mathematischen Störungen mit psychoreaktiven Auffälligkeiten einher.

Mathematische Symptome:

Psychische Auffälligkeiten:

Ursachen:

Jedes Kind hat seine eigene Erfahrungs - und Lerngeschichte in Mathematik. Deshalb werden sich Ursachen nie vollständig auflisten lassen. Auch wird eine solche Liste keinem einzelnen Kind gerecht. Wir beschränken uns daher auf die Benennung einiger häufig vorkommender Ursachen:

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Elterntraining

Wenn Sie als Eltern in bestimmten Punkten Unterstützung bei der Erziehung ihres Kindes wünschen, können sie sich gerne an uns wenden. Das Elterntraining ist ein Trainingsprogramm, das bei wiederkehrenden Schwierigkeiten im Alltag zum Einsatz kommt. Besonders empfehlenswert ist es für Eltern, die ein Kind mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (AD(H)S) haben. Eltern als ständige Begleiter ihres Kindes können mehr bewirken als jeder Therapeut. Daher sollten sie soweit wie möglich in die Förderung ihrer Kinder einbezogen werden.

Elterntraining besteht aus:

Wir arbeiten mit folgenden Methoden:

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Entspannungstraining

Anspannung, Angst und Stress können Ursache vieler physischer oder psychischer Erkrankungen sein, sowie deren Verlauf bestimmen. Um dem entgegenzuwirken ist regelmäßige Entspannung für den Menschen sehr wichtig.

Wir bieten Ihnen deshalb Entspannungstechniken an, wie

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Entwicklungsdiagnostik

Entwicklungsdiagnostik bezieht sich auf einen umschriebenen Bereich der Leistungsdiagnostik im Kindesalter. Sie dient dazu, im Rahmen moderner Förder- und Therapiekonzepte abweichende Entwicklungen bereits frühzeitig entgegenzuwirken.

Zusätzlich von Bedeutung sind solche Verfahren, die sich in der Erfassung entwicklungsbezogener Leistungsdaten auf eine Fremdeinschätzung (z.B. Eltern- oder Erzieherurteil) stützen.

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Essstörungen

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Frostig

Das Frostig-Konzept als neurophysiologisches Behandlungsverfahren wurde von Marianne Frostig entwickelt und dient der Behandlung von Kindern mit Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen. Diese sind häufig die Ursache für Lernprobleme im Schulalter. Mit dem weltweit bekannten und erprobten Frostig-Programm zur frühzeitigen und systematischen Förderung der visuellen Wahrnehmungsfunktionen wird die allgemeine Wahrnehmung verbessert und die Gefahr des schulischen Versagens vermindert.

Grundlage dieses Programms stellt der Frostig-Test der visuellen Wahrnehmung (FEW) dar. Er erfasst mit verschiedenen Untertests Grundfunktionen der visuellen Wahrnehmung wie Auge-Hand-Koordination, Figur-Grund-Unterscheidung, Form-Konstanz und die Identifikation und Reproduktion von Gestalten. Des Weiteren entwickelte Marianne Frostig den Frostig-Test der motorischen Entwicklung (FTM), der eine diagnostische Testbatterie zur Beurteilung der sensomotorischen Entwicklung von Kindern für die Bewegungsmerkmale Koordination, Beweglichkeit, Gelenkigkeit, Kraft und Gleichgewicht enthält. Zudem kann ein entsprechendes Trainingsprogramm zusammengestellt werden. Das Frostig-Konzept verbindet somit durch seinen ganzheitlichen Ansatz die kindliche Entwicklungsförderung und die Behandlung von Lern- und Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen.

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Gesprächspsychotherapie

Die Gesprächspsychotherapie ist ein psychologisches Verfahren aus dem Bereich der Humanistischen Therapie, das überwiegend gesprächsorientiert ist. Die Gesprächspsychotherapie ist auch unter den Bezeichnungen "Klientenzentrierte Psychotherapie" sowie "Personenzentrierte/Non-direktive Gesprächs(psycho)therapie" bekannt.

Ziele der Gesprächspsychotherapie sind:

Im Mittelpunkt des therapeutischen Prozesses steht die Klient-Therapeut-Beziehung. Wir bemühen uns um die klientenzentrierte Grundhaltung (nach Carl Rogers), die durch drei Variablen gekennzeichnet ist:

  1. Einfühlendes Verstehen (Empathie): Wir versuchen uns in die innere Welt des Klienten zu versetzen und deren Gefühle, Wahrnehmungen und Gedanken zu vergegenwärtigen.
  2. Wertschätzung: Wir bemühen uns, um eine bedingungslose Akzeptanz, Sympathie, Respekt und Wärme gegenüber dem Klienten.
  3. Echtheit: Wir bemühen uns, um Aufrichtigkeit gegenüber dem Klienten. Wir verstellen uns nicht, sondern nehmen unsere eigenen Gefühle im therapeutischen Prozess ernst und teilen sie mit.

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Graphomotorik

Die Graphomotorik beinhaltet alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zum Schreiben erforderlich sind. Das Schreiben ist eine kompexe Kulturleistung, das nur bei einem optimalen Zusammenspiel aller Komponenten gelingt.

Erforderliche Motorik für die Schreibbewegung:

Mögliche Verbesserungen im Bereich der Graphotorik können erzielt werden, indem ergonomische Veränderungen erfolgen, wie eine Verbesserung der Sitzhaltung (Höhe des Stuhls oder Stellung der Tischplatte), eine Griffverdickung oder eine Linkshänderunterlage.
Außerdem kommen z.B. Methoden wie die Mal-und-Schreib-Schule zum Einsatz.

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Handtherapie

Grösstmögliche Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit im Alltag und Beruf durch

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Hausbesuch

einem Hausbesuch kommt der Therapeut in die Wohnung oder soziale Einrichtung des Patienten mit dem Ziel, die häuslichen Gegebenheiten kennen zu lernen oder die Behandlung in der häuslichen Umgebung durchzuführen, da der Patient unsere Praxis nicht aufsuchen kann.

Der Hausbesuch verbindet die medizinische Diagnose mit der Lebenswelt des Patienten. Die Art und Weise von therapeutischen Aktivitäten ist abhängig von den Wünschen, Bedürfnissen und Beeinträchtigungen des Patienten und der Umwelt..

Bei einem Hausbesuch hat der Therapeut die Möglichkeit, in die Welt des Patienten Einblick zu erhalten. Je besser er den Patienten, seine Lebensgeschichte und seine Umwelt kennt und versteht, desto schneller kann er mit ihm die Ziele herausarbeiten und geeignete Lösungen finden.

Hausbesuche werden in Absprache mit uns durchgeführt und müssen vom Arzt verordnet sein. Eine einmalige Beratung zur Integration in das häusliche Umfeld führen wir bei Bedarf durch..

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Hemiplegie

Hemiplegie bzw. Hemiparese bedeutet Halbseitenlähmung und wird vornehmlich durch einen Schlaganfall verursacht. Über 70% der Betroffenen sind über 60 Jahre alt.
Eine Hemiplegie wirkt sich auf die Bereiche Motorik, Sensorik, vegetatives System und Psyche aus.
Ist die rechte Hirnhälfte betroffen, sind die räumliche und zeitliche Orientierung der Patienten beeinträchtigt. Gleichzeitig wird die linke Körperhälfte nicht mehr wahrgenommen.
Ist die linke Hirnhälfte betroffen, führt dies zu einer rechtsseitigen Lähmung des Patienten. Es kommt zu sprachstörungen (Aphasie), Wortfindungsstörungen oder totalem Sprachverlust. Die rechte Körperseite wird negiert.
Beide Patientengruppen können einen Neglect haben, was bedeutet, dass Reize der betroffenen Seite nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden.
Weiter kann es zu Konzentrationsstörungen, Affektstörungen und Depressionen kommen.

In der Behandlung arbeiten Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden eng zusammen.

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Hilfsmittelberatung

Hilfsmittel werden benutzt, um eine bestehende Behinderung auszugleichen, abzumildern oder möglichen Folgeschäden vorzubeugen. Außerdem wird die Selbständigkeit des von einer Erkrankung Betroffenen ganz oder teilweise wieder hergestellt.

Hilfsmittel kommen insbesondere zum Einsatz bei

Hilfsmittel werden in einer fast unüberschaubaren Fülle angeboten. Nicht jedes Hilfsmittel ist jedoch brauchbar und angemessen. Unsere Therapeuten beraten, leiten an und helfen bei der Auswahl. Somit ist eine bedarfsgerechte und kostengünstige Versorgung möglich.

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Hirnleistungstraining

Das Hirnleistungstraining in der Ergotherapie orientiert sich an Konzepten von Wais, Schweitzer, Rigley und anderen, und beinhaltet hauptsächlich die Wiedererlangung von verloren gegangener kognitiven Fähigkeiten, z.B. durch Apoplex, Hirntrauma u. ä.

Ziele sind:

Nach ausführlicher Diagnostik hinsichtlich vorhandener und beeinträchtigter Fähigkeiten wird ein individueller Therapieplan mit dem Patienten aufgestellt.

Entsprechend des Befundes, der Ziele und der Motivation des Patienten kann HLT angeboten werden über:

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Hirnleistungstraining nach Stengel

Die Neurologin Frau Dr. Stengel hat ein Hirnleistungstraining entwickelt, welches mit Fragestellungen und Inhalten aus dem täglichen Leben die Funktionen der Wahrnehmung, des Denkens und des Gedächtnisses trainiert und verbessert.

Es fördert Hirnfunktionen wie z.B.

Das Denk- und Gedächtnistraining besteht aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Jede Einheit beinhaltet gezielte Hinweise für den Übungstransfer in den Alltag. Durch Hör-, Geschmacks-, Geruchs- und Tastübungen werden alle Sinne trainiert.

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Hypnose

Hypnose, da ist man doch bewusstlos...

"Ich glaube, ich war gar nicht hypnotisiert, ich hab' ja alles mitbekommen." Diesen Satz hört man immer wieder nach der ersten Hypnose-Sitzung. Die Annahme, Hypnose sei so etwas wie Bewusstlosigkeit, hat sich in den Köpfen der meisten Menschen offenbar festgesetzt. Tatsache ist: Hypnose ist NICHT Bewusstlosigkeit! Hypnose ist ein Zustand erhöhter Konzentration auf eine einzige Sache.

Wie wirkt Hypnose?

Bei Einleitung einer Trance, wird die Aufmerksamkeit weg von äußeren Reizen auf ein inneres Erleben gelenkt. Hierbei kommt es in der Regel zunächst zu einer körperlichen Entspannung (d. h. die Atmung wird ruhiger, der Pulsschlag langsamer...). Hypnose ist dabei kein schematisches "Entspannungsprogramm", sondern hat für jeden Menschen eine individuelle Wirkungsweise. Im entspannten Zustand ist es jedem Menschen auf seine eigene Art möglich, den Blick auf sein inneres Erleben zu richten. Je wirklicher der Patient dieses Erleben erfährt, desto mehr rückt die äußere Wirklichkeit in den Hintergrund. Seelische, geistige und emotionale Verarbeitungen, die gestört waren, können in hypnotischer Trance leichter und schneller wieder korrigiert werden. Bei aufdeckenden Hypnotherapie-Verfahren ist es in erster Linie das Phänomen der Hypermnesie (Wiedererinnern), was bewirkt dass verdrängte Ursachen von gegenwärtigen Problemen sichtbar gemacht und therapiert werden können.

Um beim Therapeuten zulassen zu können in Trance zu gehen, bedarf es in erster Linie eines sog. "Rapports". Rapport nennt man in der Hypnose das gegenseitige Vertauensverhältnis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand. Mit anderen Worten: Beide müssen die Hypnose wollen, beide müssen sich einig sein über die Ziele der Sitzung.

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Imaginationsverfahren

Imaginationsverfahren lassen bestimmte mentale Vorstellungen herbeiführen, um auf diese Weise Empfindungen auszulösen, die Zustände der Entspannung erzeugen. Die Vorstellungsübungen sollen besonders vielfältig und bildhaft gestaltet werden. Solche Imaginationsverfahren oder imaginative Übungen bilden einen Bestandteil vieler Verfahren der Psychotherapie.

In Kombination mit Entspannungsübungen werden die angstauslösenden Aspekte in der Vorstellung und in einem späteren Schritt "in vivo" abgebaut.

Während der Imagination und der dabei beobachtbaren körperlichen Erregungszustände hilft der Therapeut dem Patienten, die unangemessenen situativen, kognitiven und körperlichen Elemente der Imagination schrittweise durch realistischere zu ersetzen.

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Intra-Act-Plus

Bei dem IntraActPlus-Konzept wird versucht, das soziale Netzwerk des Patienten für dessen Belange optimal zu nutzen. Außerdem orientiert es sich an den neuesten, voranschreitenden Erkenntnissen der Grundlagenforschung. Dadurch wird es ständig verbessert.

Von dem in Frage kommenden Verhalten werden Videoaufzeichnungen aufgenommen. Diese Videoaufzeichnungen zeigen sowohl das Verhalten des Patienten selbst, als auch das Verhalten der Bezugspersonen. Die unbewussten Anteile der Verhaltensweisen werden den "Beteiligten" bewusst gemacht und entsprechende Veränderungen aufgebaut. Darüber hinaus werden allgemeine Lerngesetzmäßigkeiten vermittelt und trainiert. Wenn das Alter des Patienten es zulässt, wird direkt an seiner Eigensteuerung gearbeitet.

IntraActPlus kommt zum Einsatz bei

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Klangmassage

Die Klangmassage oder auch Klangschalenmassage findet ihren Ursprung in der indischen Heilkunst. Die Wirkung von Klängen oder Musik auf den Menschen ist heute überall auf der Welt unumstritten.

In der Klangmassage werden Klangschalen auf den Körper aufgesetzt bzw. darüber gehalten und angeschlagen. Die dadurch erzeugten Schwingungen werden durch den Körper weiter getragen. Dies kann u.a. deshalb gut gelingen, da der Mensch zum größten Teil aus Wasser besteht. Die Schallwellen setzen die Körperzellen in Bewegung und massieren sie.

Ziel der Klangmassage ist ein Lösen von Verspannungen und Blockaden, Stressreduktion, sowie ein In-Ein-Klang-Kommen mit sich und der Umwelt.

Die entspannende und schmerzlindernde Wirkung von Klangschalenmassage hilft bei Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen, aber auch bei Unterleibsverkrampfungen und in allen Phasen der Geburtsarbeit. Fachkundig eingesetzt, kann sie in pädagogischen, heilkundlichen, therapeutischen und pflegerischen Bereichen angewendet werden, z.B. bei

Klangmassage ist jedoch kein Ersatz für eine Behandlung bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten. Auch wenn eine Klangmassage häufig erfolgreich ist, wo andere nichts bewirken können: ein verantwortungsvoller Klangmasseur behandelt den Klienten nicht, sondern begleitet ihn.

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Konzentrationstraining

Unsere kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration und Aufmerksamkeit können durch verschiedene Faktoren gestört oder beeinträchtigt sein.

Bei Kindern findet sich häufig eine Verminderung der Konzentrationsfähigkeit beim Aufmerksamkeitsdefizit-(Hyperaktivitäts-)Syndrom / AD(H)S. Aber auch Kinder mit einer Lese- oder Rechtschreibschwäche leiden häufig unter Konzentrationsstörungen.

Doch nicht nur Kinder, auch Erwachsene können betroffen sein. Neben angeborenen, genetisch bedingten Ursachen können auch äußere Faktoren Hirnschäden auslösen.

Das menschliche Gehirn bleibt ein Leben lang lernfähig. Gesunde Hirnareale können die Funktionen von beeinträchtigten, betroffenen Hirnarealen übernehmen lernen. Hierzu bedarf es eines übenden Verfahrens wie dem Konzentrationstraining.

Im Konzentrationstraining werden mit verschiedenen Übungen, die sich nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten richten, die kognitiven Fähigkeiten beübt.

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Konzentrationstraining nach Lauth und Schlottke

Das Training von Lauth und Schlottke mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern besteht aus einem Basistraining und einem Strategietraining.

Beim Basistraining werden die sogenannten Basisfertigkeiten trainiert:

Im Rahmen der Trainingseinheiten werden Bildbeschreibungen durchgeführt, Geräusche identifiziert und Inhalte aus vorgelesenen Geschichten wiedergegeben. Weiterhin sollen die Kinder in weiteren Trainingseinheiten durch den Einsatz einer Stopp-Signal-Karte - die später durch verbale Selbstanweisungen ersetzt werden – lernen, Lösungen erneut zu überprüfen und sich dadurch einen weniger impulsiven Arbeitsstil anzueignen.

Im Strategietraining sollen die Kinder lernen, sich zu Beginn einer Aufgabe die relevanten Ziele zu vergegenwärtigen, ihr Verhalten im Voraus zu planen, durch die Anwendung von Selbstinstruktionen und der Anwendung allgemeiner Lösungsstrategien eine bessere Verhaltensperformance zu erzielen und durch den Einsatz von Selbstanweisungen mit Ablenkungen und Frustrationen besser umzugehen.

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Kunst- und Gestaltungstherapie

Kunst- und Gestaltungstherapie ist eine nonverbale Therapieform, die über den Einsatz künstlerischer Materialien (Farben, Kreide, Ton, Gips, Holz, Stein, Pappmaché, etc.) einen Beitrag zur ganzheitlichen Förderung des Menschen leisten kann.

Die Grundidee der Kunst- und Gestaltungstherapie ist, dass im Gestalteten (z. B. eines Bildes) der Zugang zu unbewussten seelischen Vorgänge sichtbar wird. Im Gestaltungsprozess werden innere Bilder, Gefühle, Vorstellungen, Wünsche, Bedürfnisse und Erfahrungen belebt, erlebt und so zum Ausdruck gebracht. Der Kunst- und Gestaltungstherapeut legt aufgrund seines Wissens über kreative Prozesse und Materialien den Rahmen fest und begleitet den Patienten beim Gestaltungsprozess und beim Umgang mit den künstlerischen Medien.

Die Kunst- und Gestaltungstherapie hat sich u. a. bewährt bei Menschen, die sich in psychischen Krisen oder belastenden Lebenssituationen befinden (z. B. Trennung, Scheidung oder Verlust eines geliebten Menschen), aber auch bei Menschen mit körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen, wie z. B. Depressionen, Panikattacken oder Angststörungen.

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Legasthenie oder Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)

Von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) oder Legasthenie sprechen wir, wenn ein Kind das Lesen oder Schreiben in der dafür vorgesehenen Zeit nicht oder nur sehr unzureichend erlernt hat. Oft ist in diesem Fall auch das allgemeine Verhalten auffällig: Resignation, Aggressivität, Schulangst u.ä.

LRS-Symptome:

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Linkshändigkeit

Etwa 10-15% der Bevölkerung sind Linkshänder, d.h. sie benutzen zum Schreiben und für diverse andere Tätigkeiten die linke Hand.

Früher wurden viele Linkshänder umerzogen, da kulturell bedingt, die rechte Hand als die bessere und reine Hand angesehen wurde. Dieses Umerziehen kann jedoch teilweise erhebliche Folgen wie psychische Probleme, schlechtere Schulleistungen oder Legasthenie nach sich ziehen. Daher werden linkshändige Kinder heute nicht mehr umerzogen

Das Schreiben mit der linken Hand hat jedoch auch Nachteile, da unsere Schreibrichtung von links nach rechts verläuft. Daher laufen Linkshänder leichter Gefahr, das gerade Geschriebene mit der Hand zu verwischen. Eine spezielle, schnell trocknende Tinte ist auf dem Markt. Eine weitere Schwierigkeit besteht dahin, dass Linkshänder den Stift über das Blatt schieben müssen, wogegen Rechtshänder ihn ziehen können. Mittlerweile gibt es viele Produkte auch speziell für Linkshänder, wie Scheren oder Schreibblöcke. Viele technischen Geräte wie Bohrer, Dosenöffner oder Fotoapparate sind jedoch lediglich durch die rechte Hand benutzbar.

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Magersucht

Typisch für Magersucht (anorexia nervosa)

Magersüchtige sind von ihrem äußeren Erscheinungsbild auffallend dünn. Bei einem Body-Mass-Index (BMI) von unter 17,5 liegt der Verdacht einer Magersucht nahe. Weiter kennzeichnend ist das Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen, sowie Kopfhaarausfall und Zunahme der Körperbehaarung. Die Betroffenen frieren schnell und haben einen niedrigen Blutdruck und Puls. Sie sind hoch sensibel für die Bedürfnisse anderer und können sich verbal gut mit Freunden, Bekannten und Verwandten auseinander setzen. Der Zugang zu ihrer eigenen Gefühlswelt ist ihnen jedoch sehr schwer möglich. Daher ist es auch für nahestehende Personen schwer, sie emotional zu erreichen und zu stützen.

Weitere Merkmale der Magersucht:

WICHTIG: Dringender Handlungsbedarf für Angehörige und Freunde besteht, wenn Betroffene apathisch reagieren, nur noch mit leiser Stimme sprechen, kraftlos sind und beim kleinsten Konflikt mit Weinen reagieren. Dies sind Alarmsignale, die als ersten Schritt einen Arztbesuch nötig machen. Bei sehr starkem Untergewicht wird meist eine stationäre Behandlung erforderlich. Betroffene dazu zu zwingen, therapeutische Hilfe anzunehmen, ist sinnlos. Es ist wichtig, dass Angehörige sich bei fehlender Krankheitseinsicht der Betroffenen an eine Beratungseinrichtung wenden und sich Hilfe holen.

Die Mortalität liegt bei 10%!!!

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Marburger Konzentrationstraining

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) beruht auf der Methode der verbalen Selbstinstruktion, die der kognitiven Verhaltenstherapie entstammt. Das Training ist ausgerichtet für Kinder von fünf bis zwölf Jahren.

Es wird vorwiegend bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung eingesetzt. Die Kinder lernen, eine Aufgabe in einzelnen Schritten abzuarbeiten, die sie während der Ausführung zunächst laut mitsprechen. Das laute Mitsprechen wird dann schrittweise in inneres Sprechen umgewandelt. Neben dem Lob bekommt das Kind für jeden Erfolg Punkte, die sich später in kleinere oder größere Preise umwandeln lassen. Beide Belohnungssysteme dienen der positiven Verstärkung, wodurch das Kind das erwünschte Verhalten als richtig und angenehm erlebt. Die Aufgaben im Training sind kindgerecht spielerisch angelegt und fördern die Feinmotorik und das strukturierte Denken.

Beim MKT wird großen Wert auf eine begleitende Elternarbeit gelegt. Die Eltern sollen in den Trainingsprozess eingebunden werden und auch über die Schwierigkeiten von Kindern mit Auf­merk­sam­keits­störungen informiert werden.

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Migräne

Migräne verursacht bei den Betroffenen neben starken Kopfschmerzen auch etliche körperliche Begleitbeschwerden, wie z.B. Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen und Wahrnehmungsstörungen, der sogenannten "Aura". Um Migräne von anderen Kopfschmerzen unterscheiden zu können, muss eine genaue ärztliche Diagnostik durchgeführt werden. Ziel der Migränetherapie kann nicht eine komplette Befreiung der Symptome sein, aber es kann eine deutliche Linderung der Beschwerden sowie eine Verbesserung der Lebensqualität erlangt werden. Neben einer medikamentösen Behandlung kommen auch alternative Verfahren wie Entspannung oder Biofeedback zum Einsatz.

Migränetherapie nach Bernhard Kern:

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Mobbing

Der Begriff Mobbing oder Mobben kommt vom Englischen to mob (anpöbeln, angreifen, bedrängen). Unter Mobbing versteht man Allgemein, andere Menschen ständig und regelmäßig zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen. Dies kann beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, aber auch in Verein, im Altersheim oder im Gefängnis geschehen.

Mobbing am Arbeitsplatz:

Mobbing in der Schule:

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Mutismus

Was bezeichnet Mutismus?

Mutismus bezeichnet das beharrliche Nichtsprechen von Menschen trotz physisch gesunder Sprech- und Hörfunktionen. Der Begriff ist aus dem Lateinischen abgeleitet (mutus = stumm). Unterschieden wird zwischen totalem und selektivem Mutismus. Bei der ersten Variante liegt eine vollkommene Sprechverweigerung vor. Selektiv mutistische Menschen zeigen ausgewählten Personen gegenüber, meist in der Familie und bei engen Freunden, ein verhältnismäßig normales Kommunikationsverhalten; gegenüber Fremden aber schweigen sie eisern.

Wie verhalten sich mutistische Kinder?

Beharrliches Schweigen, vor allem Fremden gegenüber, ist das zentrale Kennzeichen von mutistischen Kindern. Werden sie direkt angesprochen, geht der Blick zu Boden, fällt die Gestik in sich zusammen. Geheilte Patienten haben berichtet, dass sie durchaus gerne sprechen wollten, jedoch das Gefühl bekamen, dass ihnen der Hals abgeschnürt wurde und die Worte einfach nicht über die Lippen kamen.

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Neurofeedback

Neurofeedback ist eine Möglichkeit zu lernen seine Hirnaktivität besser zu regulieren. Die Selbstregulationsfähigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil einer guten ausgewogenen Gehirntätigkeit. Neurofeedback setzt hier durch direktes Gehirnwellentraining an und hilft dadurch in einem kontinuierlichen Lernprozess diese Selbstregulationsfähigkeit wieder zu erlangen und somit eine verbesserte Funktion des zentralen Nervensystems zu erzielen. Bei der Neurofeedbacktherapie wird die während des Trainings gemessene Hirnaktivität dem Trainierenden über akustische und optische Signale zurück gemeldet. Dadurch kann der Trainierende lernen, seine Hirnaktivität (z.B. Konzentration, Aufmerksamkeit, Entspannung) selbst zu beeinflussen. Durch ihren patientenspezifischen und symptomorientierten Ansatz kann die Neureofeedbacktherapie sehr individuell eingesetzt werden.

Die Wirksamkeit von Neurofeedback wurde in Studien nachgewiesen und durch die Erfolge in der Praxis belegt.

Wem kann geholfen werden?

Welche Verbesserungen können erreicht werden?

Die Methode funktionert über die Ableitung eines Roh-EEGs, welches mithilfe der Software und einer spezifisch ermittelten, individuellen Belohnungsfrequenz in eine Aufgabe für das Gehirn umgewandelt wird. Diese wird für den Patienten über die Feedbackprogramme sichtbar und hörbar. Während der Patient entspannt zuschaut, oder z.B. ein Feedback-Spiel spielt, lernt sein Gehirn! Die neu erlernte Selbstregulation wird automatisch in den Alltag übertragen.

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Neurolinguistisches Programmieren

Neurolinguistisches Programmieren (kurz NLP) bedeutet in der wörtlichen Übersetzung „die Neu-Prägung der Verbindungen zwischen Nerven und Sprache“. Gemeint ist die Neugestaltung der Reiz-Reaktions-Ketten von Menschen. Geändert werden soll das eigene Verhalten durch Analyse des alten Verhaltens und "Programmieren" von neuen Reaktionen. Der Schwerpunkt von NLP liegt bei Kommunikationstechniken und Mustern zur Analyse der Wahrnehmung. Das Ziel ist eine erfolgsorientierte Kommunikation. NLP ist in kritischer Abgrenzung von der wissenschaftlichen Psychologie entstanden und wird in der akademisch orientierten psychologischen Fachliteratur überwiegend als unwissenschaftlich abgelehnt.

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Perfetti

Perfetti geht davon aus, dass eine Rehabilitation nichts anderes ist als ein Lernprozess unter pathologischen Bedingungen. Er fordert von den Patienten eine "bewusste" oder "bewusst gemachte" Vorstellung über den Ablauf einer Bewegung bzw. die Stellung oder Position eines Körperteils sowie der jeweils angewandten Kraftdosierung.

Dahinter steht die Auffassung, dass der für die Motorik zuständige Teil des Gehirns angeregt werden muss und die Bewegung in der Vorstellung vollständig gelingt, unabhängig davon, wie sie konkret ausgeführt werden kann. Die konkrete Ausführung der Bewegung wird in Relation gesetzt zu der Vorstellung und immer wieder korrigiert.

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Persönlichkeitsstörungen

Als Persönlichkeitsstörungen werden verschiedene überdauernde Erlebens- und Verhaltensmuster bezeichnet, die von einem flexiblen, situationsangemessenen Erleben und Verhalten in jeweils charakteristischer Weise abweichen. Sie beginnen bereits in der Kindheit oder Jugend und bleiben bis ins Erwachsenenalter bestehen. Durch ihr langes Bestehen sind sie in der Regel nicht leicht zu behandeln. Das Therapieziel ist dann nicht eine komplette Heilung, sondern eine Verbesserung der Symptomatik, so dass die Betroffenen an Lebensqualität dazu gewinnen können.

Persönlichkeitsstörungen sind durch relativ starre mentale Reaktionen und Verhaltensformen gekennzeichnet, vor allem in Situationen, die für die jeweilige Person konflikthaft sind.

Persönlichkeitsstörungen liegen in der Regel Beziehungsstörungen zugrunde, so dass es den schwer Erkrankten nicht oder nur begrenzt möglich ist, soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Dies verursacht großen Leidensdruck.

Zwischen folgenden Persönlichkeitsstörungen differenziert das Klassifikationssystem:

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Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Bei der progressiven Muskelentspannung (kurz PMR) nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien (Hände, Arme, Beine, Rücken...) in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst.

Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung.

PMR kommt zum Einsatz zur allgemeinen Stressreduktion, zur Linderungen von Schmerzen, bei psychosomatischen Erkrankungen, Schlafstörungen, Angststörungen, somatoformen Störungen u.v.m. Auch für Kinder ist die PMR geeignet. Gerade unruhigen, zappeligen Kindern fällt PMR leichter als das Autogene Training, da sie hierbei selbst aktiv sein können.

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Prothesentraining

Beim Prothesentraining geht es vor allem um die Wiederherstellung der Handlungskompetenzen im Alltag. Nach der Prothesenversorgung wird an der Wiederherstellung des Körperbildes gearbeitet. Mithilfe von Übungen, Alltagshandlungen und Spielen wird die Kraft und Ausdauer trainiert. Außerdem wird das An- und Ausziehen, die richtige Positionierung, sowie der richtige Einsatz der Prothese trainiert.

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Psychomotorik

Die Psychomotorik versteht sich als eine ganzheitliche Methode der Entwicklung und Förderung der Persönlichkeit auf der Grundlage eines humanistischen Menschen- und Weltbildes. Die optimale Entwicklung des menschlichen Potentials steht hierbei im Mittelpunkt, wobei die Achtung der Würde des einzelnen Menschen verlangt, dass wir ihn als selbständig handelnden Akteur seiner eigenen Entwicklung verstehen - eingebunden in seinen gesellschaftlichen und lebensweltlichen Kontext.

Die Psychomotorik betont den engen Zusammenhang von Wahrnehmen, Erleben und Handeln.

Körper, Bewegung und Spiel sind dabei zentrale Medien der psychomotorischen Entwicklungsbegleitung, wobei die Auseinandersetzung mit dem Körper und der bewusste Einsatz von Materialien wichtiger Bestandteil dieser Maßnahme darstellt - eine Maßnahme die auch in Gruppen durchgeführt wird, weil hier die Aneignung sozialer Verhaltensweisen wie Toleranz, Rücksicht und Kooperation sowie die Bewältigung von Konflikten und Misserfolgen ermöglicht wird.

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Psychosomatik

Der Bereich der Psychosomatischen Medizin betrachtet den Zusammenhang und die Wechselwirkungen zwischen Psyche (Seele) und Soma (Körper). So kann eine schwere Erkrankung Auswirkungen auf die psychische Verfassung eines Patienten haben oder umgekehrt, die psychischen Verfassung den Genesungszustand einer körperlichen Erkrankung mit beeinflussen.

Zum klinischen Bereich der psychosomatischen Medizin zählen:

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Raucherntwöhnung

Möchten auch Sie endlich rauchfrei leben?

Wir bieten Ihnen in unserer Praxis die Möglichkeit zur Rauchentwöhnung mittels ganzheitlicher Verfahren wie Meridianer Energietechnik (MET), Hypnose und Reflexionsgesprächen.

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Sandspiel

Die von Dora Kalff entwickelte Sandspieltherapie basiert auf der Grundlage der psychonalytischen Erkenntnisse von C. G. Jung und wird sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass das Selbst von Geburt an in der Lage ist den psychischen Entwicklungsprozess positiv zu beeinflussen und zu bestimmen.

Das Sandspiel besteht aus einem Kasten, der durch einen Rahmen begrenzt wird. Der blaue Grund des Sandspiel vereinfacht das symbolische Darstellen von Wasser, Flüssen, Seen, Meeren. Außerdem kommen kleine Figuren (Menschen, Tiere, Fabelwesen, Pflanzen, etc.) zum Einsatz. Der Patient stellt mit Hilfe der Figuren und des Sands innere Bilder im Außen dar. Diese entstehen spontan und ohne thematische Vorgabe. Sie werden als Ausdruck bewusster und unbewusster Inhalte verstanden. Durch den freien und geschützten Rahmen in Begleitung durch den Therapeuten, durch den unmittelbaren Bezug zwischen Innen und Außen, die sinnvolle Regression und den initiierten Prozess, können die Selbstheilungskräfte der Psyche aktivert und korrigierende Neuerfahrungen gemacht werden.

Das Sandspiel zählt zu den nonverbalen Therapieverfahren und verzichtet weitgehend auf eine aufdeckende Interpretation.

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Schematherapie

Die Schematherapie ist eine Form der Psychotherapie. Sie wurde zur Behandlung von chronischen, charakterologischen Aspekten psychischer Störungen entwickelt. Sie findet erfolgreich Anwendung bei der Behandlung chronisch erkrankter Patienten mit Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline- und Narzisstische Persönlichkeitsstörung), aber auch bei Esssstörungen, Substanzmittelmissbrauch, bei Paarbehandlungen und langjährigen Beziehungsstörungen.

Die Schematherapie ist ein Erklärungs- und Behandlungsmodell für Patienten mit Problemen im charakterologischen Bereich. Sie geht davon aus, dass in der Kindheit und im Verlauf des Lebens Schemata erworben werden, die weitgesteckte Muster aus Erinnerungen, Emotionen, Kognitionen und Körperempfindungen beinhalten und das Verhalten steuern. Diese können mit der eigenen Persönlichkeit unvereinbar sein, ihr entgegen stehen und hinderlich sein. Solche früh erworbenen hinderlichen Schemata werden maladaptiv genannt. Diese maladaptiven Schemata haben zum Zeitpunkt ihrer Ensteheung eine wichtige, u.U. sogar überlebensnotwendige Funktionen gehabt. Im Verlauf prägen sich sich weiter aus und werden dysfunktional. Sie bestimmen dann das Denken und Handeln auf starre und rigide Weise, so dass Lebensqualität und Handlungskompetenzen eingeschränkt werden.

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Sensibilitätstraining

Sensibilitätstraining wird bei Störungen der Wahrnehmung von taktilen Reizen angewandt. Bei diesen Störungen werden Berührungsreize fremd oder gar nicht wahrgenommen. Durch verschiedene Medien (wie z.B. Raps-, Kies- oder Paraffinbad, Igelball, Bürsten, Pinsel, Wärme- und Kälteanwendungen) werden die Hautrezeptoren stimuliert und die Oberflächen- und Tiefensensibilität verbessert. Vegetative Schmerzsyndrome werden auch positiv beeinflusst. Bei fortbestehenden Analgesien wird die Augen-Hand-Kontrolle durch praktische Übungen und Anwendung in der Alltagssituation trainiert. Handwerkliche Techniken werden zusätzlich als Sensibilitätsübung oder zum Training des Lage-Raum-Empfindens angewendet.

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Sensorische Integrationstherapie (SI)

Therapieziele in der SI-Behandlung:

Therapieziele sind eine gute Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinneseindrücken, der Eigen- und der Tiefenwahrnehmung, des Gleichgewichts und der Berührung sowie eine Verknüpfung mit den anderen Sinnen als Basis für das Lernen in Schule und Gesellschaft.

Wie gestaltet sich die sensorische Integrationstherapie und wie wirkt sie?

Der Behandlung geht eine differenzierte Befunderhebung – ausgehend vom geschilderten Problem - voraus.

Aus Befragung, Beobachtung und Tests ergibt sich der Befund, der Stärken und Schwächen sensorischer Verarbeitung aufzeigen soll und im Sinne einer prozessualen Förderdiagnostik fortgeschrieben wird.
Gemeinsam mit den Eltern und Kindern wird daraus in Verbindung mit den zuvor geschilderten Problemen und Schwierigkeiten des Kindes ein konkret anzustrebendes Behandlungsziel zur Verbesserung der sensorisch integrativen Funktionen formuliert.

Die Therapie nutzt die Plastizität des Nervensystems, den inneren Antrieb und die Emotionalität des Kindes, sowie seine Stärken. Entsprechend dem Befund werden dem Kind sensorische Angebote gemacht, die im Rahmen seines Leistungsniveaus eine Herausforderung darstellen, motorische Aktivitäten zu entwickeln oder diese auch gezielt zu bremsen.Diese haben immer einen inneren Bezug zum Kind und sind handlungsorientiert.

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Snoezeln

Der Begriff Snoezeln stammt aus dem holländischen und ist eine Wortkombination aus „snuffelen“ (riechen, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummern). Snoezeln dient der physischen und psychischen Entspannung und regt gleichzeitig die Sinne an. Es findet in einem speziell eingerichteten Snoezel-Raum statt, dass ausgestattet ist durch ein Wasser-(Klang-)Bett, eine Wassersäule in der Bläschen aufsteigen, ein Baldachin an der Decke in dessen Mitte eine Spiegelkugel für optische Effekte sorgt, Lichter, Klänge, Düfte... Auf diese Weise können alle Sinne angesprochen werden.
Entwickelt wurde Snoezeln ursprünglich für Kinder mit geistiger Behinderung. Es kommt heute in den verschiedenen Bereichen zum Einsatz, wenn es darum geht die Körper- und Eigenwahrnehmung und Beziehungsfähigkeit zu verbessern sowie Lebensqualität, Lebensfreude, Erlebnisqualitäten und den Kontakt zu den eigenen Emotionen zu fördern.

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Soziales Kompetenztraining

Für ein soziales Wohlbefinden benötigen wir soziale Bindungen, sowie die damit verbundenen Fähigkeiten diese herzustellen und aufrecht zu erhalten und zu gestalten. Hierzu zählt das
Äußern von Wünschen und Bedürfnissen, das Definieren von Grenzen, der gute Umgang mit Konflikten und das Zeigen von Gefühlen.

Frühe Beziehungserfahrungen prägen uns im Umgang mit unseren Mitmenschen. Konnte ein Mensch nicht genügend Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein oder Empathie entwickeln, wird er immer wieder auf Schwierigkeiten im privaten und beruflichen bzw. schulischen Umfeld stoßen.

Das Soziale Kompetenztraining ist Bestandteil der Verhaltenstherapie und findet in Gruppen statt. Es zielt auf die Fähigkeiten ab, die benötigt werden um zwischenmenschliche Beziehungen erfüllend herzustellen und zu gestalten, die sozialen Kompetenzen. Das Soziale Kompetenztraining ist ein übendes und spielerisches Verfahren, bei dem die Gruppenmitglieder lernen zwischen angemessenem und unangemessenem Verhalten zu unterscheiden, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, eingefahrene Verhaltensmuster zu erkennen und neue Verhaltensweisen, die adäquater sind, zu entwickeln und zu erproben.

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Spiegeltherapie

Spiegeltherapie ist ein Verfahren zur Behandlung von Nervenschmerzen, die mit einem fehlenden oder gestörten afferenten sensorischen Input einhergehen.
Dies betrifft vor allem Phantomschmerzen, Schmerzen nach Plexus- bzw. Nervenwurzelverletzungen und Schmerzen beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom.
Den theoretischen Hintergrund für dieses in den letzten Jahren immer häufiger eingesetzte Therapieverfahren bilden Erkenntnisse der modernen Schmerzforschung, die sich auf Veränderungen der kortikalen Organisation und Einfluss von sensorischen und motorischen Trainingseffekten auf das Schmerzerleben beziehen.

Bei dieser Therapie wird der Patient angeleitet, einen Spiegel so zu benutzen, dass die gespiegelte gesunde Extremität für ihn scheinbar an die Stelle der Fehlenden oder Erkrankten rückt. Es wird durch das Spiegelbild die Illusion zweier „gesunder” Extremitäten hervorgerufen. Aufbauend auf diesem visuellen Eindruck wird ein ergotherapeutisches Training mit sensorischen und motorischen Trainingselementen durchgeführt.

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Spieltherapie

Die Spieltherapie ist ein kinderpsychotherapeutischer Ansatz, der vor allem von den Psychoanalytikerinnen Anna Freud und Melanie Klein geprägt wurde. In der Spieltherapie werden Klienten durch die Methode Spiel innerhalb eines therapeutischen Prozesses zu Heilung angeregt, eine Stärkung des Selbst initiiert und der Klient bzw. die Klientin gefördert.

Für die Entwicklung des Kindes spielt das Spielen eine zentrale Rolle; dem so genannten Spieltrieb folgend, lernt das Kind beim Kinderspiel sowohl sich selbst als auch seine Umwelt kennen, arbeitet kreativ und entwickelt dabei sein Verständnis für soziale Rollen. Im Spiel findet das Kind auch die Möglichkeit, sich auf eine ihm vertraute und angemessene Weise auszudrücken, wo es ihm - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich ist, sich durch gesprochene Sprache mitzuteilen.

So lässt sich das Spielen sowohl therapeutisch als auch diagnostisch als Zugang zum Unbewussten einsetzen. Prinzipiell unterscheidet man direktive und non-direktive Spieltherapie. In der direktiven Spieltherapie geschehen die Prozesse unter Leitung und Verantwortung des Therapeuten, bei der non-direktiven werden Leitung und Verantwortung dem Kind selbst überlassen.

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Spiraldynamik

In diesem Behandlungskonzept geht es darum, normale physiologische Bewegungen wiederzuerlangen, zu optimieren und zu organisieren.

Das Prinzip ist der menschliche Körper. Er ist eine komplexe, in sich stabile Raumeinheit - synergetisch organisiert.

Im Laufe des Lebens verlernen Menschen physiologische Bewegungen und gewöhnen sich pathologische Bewegunsmuster an. Das Ziel der Spiraldynamik ist es, diese falschen Bewegungsabläufe zu erkennen, zu behandeln und zu verbessern.

Dabei lernt der Patient die Ursachen seiner Schmerzen vestehen und nicht länger nur bei den Symptomen anzusetzen. Das Konzept der Spiraldynamik wird angewendet bei Krankheitsbildern, wie z.B.:

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Systemische Einzel, Paar und Familientherapie

Im Mittelpunkt der systemischen Theorie stehen "soziale Systeme". Diese sind zum Beispiel die Mitglieder einer Familie wie Vater, Mutter und Kinder; bei Heimkindern sind es die leiblichen Eltern und die Erzieher, bei Erwachsenen der Lebensgefährte.

Die systemische Theorie achtet auf die Mitglieder eines Systems und auf den Kontext. Das bedeutet: die Lebenssituation, der Alltag und die Rahmenbedingungen, in denen die Familie lebt, sind von Bedeutung. Im Fokus stehen die zwischenmenschlichen Beziehungen. Das, was zwischen den Beteiligten geschieht und wie sie miteinander umgehen, wird genau betrachtet.

Die Therapieform ist auch bekannt unter dem (veralteten) Begriff "Familientherapie".

Die Systemische Therapie arbeitet neben Familien auch mit Einzelpersonen, Paaren und Organisationen. Im Gegensatz zu vielen anderen Therapien können die Sitzungen in unregelmässigen und oft größeren Abständen stattfinden. Dies richtet sich nach dem Bedarf der Klienten.

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Teilleistungsstörungen

Teilleistungsstörungen kennzeichnen verschiedene Verhaltensauffälligkeiten, die trotz hinreichender Intelligenzleistungen, regelmässiger Förderung sowie einer grundsätzlichen körperlichen und seelischen Gesundheit der Betroffenen auftreten und nicht aus einer entsprechenden Behinderung erklärt werden können.

Es gibt folgende zentrale Symptome bei Kindern mit Teilleistungsstörungen:

Geistige Auffälligkeiten

Seelische Auffälligkeiten

Körperliche Auffälligkeiten

Welche Symptome fallen zuerst auf?

Zum Anfang sind es meist derartige "Kleinigkeiten", die Eltern und Lehrern an einem Kind mit Teilleistungsstörungen auffallen:

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Testverfahren für Kinder

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THOP

Das Therapieprogramm für Kinder mit hyperaktivem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) nach Döpfner, Schürmann, Frölich wurde für Kinder von drei bis zwölf Jahren entwickelt. Es wendet sich an Eltern, deren Kinder Probleme haben, sich selbst zu steuern.

Es beruht auf verhaltenstherapeutischen Prinzipien und Therapiemethoden, die sich in wissenschaftlichen Untersuchungen bei der Behandlung von Kindern mit diesen Schwierigkeiten als ausgesprochen wirkungsvoll erwiesen haben.

THOP besteht aus zwei Teilen:

Das Eltern-Kind-Training besteht aus einzelnen Bausteinen, die verschiedene, schwierige, immer wiederkehrende Erziehungssituationen behandeln und in denen familienzentrierte und kindzentrierte Interventionen miteinander verknüpft sind. Je nach Schwerpunkt stehen entweder die Eltern oder das Kind im Mittelpunkt. Den Kern des THOP bilden also Eltern- und familienzentrierte Verfahren. Es werden Veränderungen angestrebt in der alltäglichen Eltern-Kind-Interaktion und im familiären und psychosozialen Bedingungsgefüge.

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Tiefenpsychologie

Tiefenpsychologie wird zumeist gleichbedeutend mit Psychoanalyse gebraucht. Ist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie also gleich Psychoanalyse? Nein, die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie beziehen sich zwar auf einen gemeinsamen theoretischen Hintergrund, nämlich die von Sigmund Freud entwickelte Psychoanalyse(-theorie), unterscheiden sich aber in Form, Dauer und Ziel der Behandlung.

Als wichtige Kennzeichen der psychoanalytischen Theorie werden oft drei Begriffe genannt:

1. Das Unbewusste

2. Die Übertragung

3. Zweizeitige Entwicklung der Störung

Betroffene Erwachsene weisen häufig Begleitstörungen und Folgeerkrankungen
(z. B. Ängste, Depressionen, Essstörungen, Suchtprobleme, Persönlichkeitsstörungen) auf. Liegen erhebliche Selbstwertprobleme und negative Selbstüberzeugungen vor, können auch tiefenpsychologische Behandlungsmethoden zur Stärkung der Ich-Strukturen hilfreich sein.

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Trauma

Ein Trauma oder eine Traumatisierung bezeichnet ein Erlebnis, das ein Mensch nicht adäquat verarbeiten kann. Oft sind dies schockierende Erlebnisse, bei denen das eigene Leben bedroht ist, z. B. ein schwerer Unfall, eine Naturkatastrophe, Krieg, Folter, körperliche und seelische Misshandlungen, sexueller Missbrauch.

Die Folgen können unterschiedlich sein, je nach psychischer Struktur eines Menschen und Ausmaß der Traumatisierung:

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Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie entstand auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen der psychologischen Bedingung, die für den Erwerb und die Veränderungen von Verhalten verantwortlich sind. Das Verhalten wird erlernt durch entsprechende Erfahrungen von Erfolg und Misserfolg. Dabei kann das Verhalten auch konditioniert werden, so dass auf einen bestimmten Reiz eine bestimmte Reaktion folgt.

Die Verhaltenstherapie arbeitet auf der Grundannahme, das jedes Verhalten nach gleichen Prinipien erlernt, aufrecht erhalten und auch wieder verlernt werden kann. So versteht sie psychische Erkrankungen als das Resultat von unerwünschten konditionierten Verhaltens- und Denkmustern. In der Therapie werden Prozesse in Gang gesetzt, bei denen die Patienten lernen ihr Verhalten selbst aktiv zu verändern und alte Muster zu durchbrechen. Dazu müssen diese zunächst als hinderliche Verhaltens- und Denkmuster erkannt und verstanden werden.

Hauptziel ist, dass der Patient sein eigener Therapeut wird.

Verhaltenstherapie im Rahmen der Behandlung von AD(H)S

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Visuelle Wahrnehmung

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Zwangsstörungen

Die Entstehung einer Zwangserkrankung lässt sich dann verstehen, wenn man nach der Funktion des Zwangs fragt. In seinem Ursprung ist der Zwang verwandt mit dem Ritual, dass kulturell eine wichtige stützende Funktion hat, wenn es um Veränderungen geht. Das Ritual wirkt angstmindernd. Ebenso dient der Zwang der Bewältigung von Angst. Kann im Gegenzug eine Zwangshandlung, wie das Kontrollieren, nicht ausgeübt werden, löst dies beim Erkrankten ein unerträgliches Maß an Angst aus.

Unterschieden werden muss zwischen Zwangshandlungen und Zwangsgedanken.
Die Zwangshandlungen sind Handlungen, die die Betroffenen immer wieder ausführen müssen, ohne dass ein äußerlicher Sinn erkennbar ist. Hierzu zählen z.B. das zwanghafte Zählen von Schritten oder Fliesen, das zwanghafte Händewaschen, Einhalten bestimmter Reihenfolgen oder Ordnungen, das mehrfache Kontrollieren ob der Wasserhahn zugedreht, der Herd ausgeschaltet, die Kerze gelöscht oder die Autotüre geschlossen ist. Diese Zwangshandlungen schneiden oftmals in massivem Ausmaß in das Leben der Erkrankten ein, da ihr Ausführen enorm viel Zeit beanspruchen kann. In extremen Fällen füllt das Ausführen der Zwänge den gesamten Tag aus.
Flexibles Handeln, Spontanität und freie Entscheidungen sind dann nicht mehr möglich.

Die Zwangsgedanken sind Gedanken, die sich den Betroffenen immer wieder aufdrängen und dabei als sinnlos erkannt werden (hierin unterscheidet sich der Zwangsgedanke vom Wahn). Inhaltlich geht es meist um angstbesetzte Gedanken in peinliche Situationen zu geraten oder jemandem zu schaden. Beispielsweise:

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