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Depression

Wer kennt das nicht: ein Gefühl von Bedrückung, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit? Doch wann wird aus diesen (Ver-)Stimmungen eine Depression?

Die Depression wird den affektiven Störungen zugeordnet, deren Unterformen nach Ursprung und Schweregrad unterteilt werden.

Allgemeine Kennzeichen einer depressiven Erkrankung sind neben der gedrückten Stimmung eine ausgeprägte Antriebslosigkeit, ein Gefühl der Gefühllosigkeit, eine Freudlosigkeit und Interessenverlust, ein Mangel an Konzentration, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Libidoverlust, Gedankenkreisen und ein herabgesetztes Selbstwertgefühl. Menschen mit schweren Depressionen haben oftmals wahnhafte Vorstellung, die in der Regel in inhaltlichem Bezug zur Leere und Sinnlosigkeit stehen.

Eine große Gefahr stellt die Suizidalität dar! Die Erkrankten sind gefangen in einem Kreislauf aus einer negativen Bewertung der Vergangenheit, der aktuellen Lebenssituation und der Zukunft. Sie können sich nicht vorstellen, dass es für sie einen Weg aus der Dunkelheit gibt und sie jemals wieder ein glückliches Leben führen werden.

Man unterscheidet folgende Formen:

Bei den jeweiligen Unterformen wird weiterhin die Schwere der Erkrankung differenziert. Man unterscheidet, gerade in Hinblick auf eine adäquate Behandlung, weiterhin die Ursachen der Depression:

"Somatogen" bedeutet, dass die Depression organischen Ursprungs ist, also eine Folge von z. B. neurologischer oder internistischer Erkrankungen mit resultierenden Veränderungen im Stoffwechsel. Auch die Nebenwirkung, z. B. von Parkinson-Medikamenten oder anderen können Depressionen auslösen.

"Endogen" heißt, dass ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn ursächlich für die Entstehung der Depression verantwortlich ist. Hier ist vor allem der Serotonin-Dopamin-Haushalt betroffen.

"Psychogene" Depressionen sind als Reaktion auf ein äußeres, belastendes Ereignis zu sehen. Dies können z. B. der Verlust einer nahe stehenden Person sein, einschneidende Erlebnisse oder Veränderungen, der Verlust der Arbeit oder die Diagnose einer schweren körperlichen Erkrankung.

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