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Binge Eating Disorder

"Binge" (engl.) bedeutet "schlingen". Der Unterschied zur Ess-Brech-Sucht oder Bulimie liegt im Wesentlichen darin, dass keine Gegenmaßnahmen nach einem Essanfall ergriffen werden, d. h. es erfolgt kein kompensatorisches Verhalten wie z. B. extremer Sport, Hungern oder Erbrechen.

Binge Eating ist eine seelisch bedingte (psychogene) Essstörung, die meist mit Übergewicht oder Adipositas verbunden ist. Das bedeutet aber nicht, dass übergewichtige automatisch an Binge Eating leiden. Ebenso kann das Krankheitsbild der Binge Eating-Störung auch bei Normalgewichtigen auftreten.

Binge Eating ist unter den psychogenen Essstörungen das Krankheitsbild, welches bisher am wenigstens erforscht ist. Eine abschließende Definition der Diagnosekriterien steht noch aus.

Typisch für Binge Eating Disorder (BED):

Mögliche diagnostische Hinweise:

Die körperlichen Folgeschäden bei starkem Übergewicht (BMI über 30) sind z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt), Gelenkleiden, Wirbelsäulenschäden, Diabetes mellitus.

Einige Medikamente wie z. B. Bluthochdruckmittel oder Antidepressiva machen eine Gewichtsreduktion sehr schwer. Hier muß ein Spezialist gefragt werden, falls der Wunsch nach Gewichtsreduktion besteht.

Seelische Folgen sind z. B. Resignation, Flucht in Tagträume, Antriebslosigkeit, Depressionen, Hass auf den eigenen Körper, Vermeiden von Spiegeln, Probleme, eigene Grenzen zu spüren.

Zusätzlich kann es zu Alkoholmissbrauch, Angstzuständen, Selbsthass, zwanghaftem Putzen und Waschen kommen.

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