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Studie belegt Wirksamkeit von Neurofeedback bei ADHS

Erstmals wurde in einer groß angelegten randomisierten, kontrollierten Studie die Wirksamkeit eines Neurofeedback-Trainings bei Kindern mit ADHS nachgewiesen. Die Ergebnisse einer Studiengruppe unter Leitung von Dr. Hartmut Heinrich aus der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen wurden jetzt im „Journal of Child Psychology & Psychiatry“ veröffentlicht.

An der Studie nahmen von 2005-2007 insgesamt 102 Kinder mit ADHS im Alter zwischen acht und zwölf Jahren in Erlangen, Göttingen und München teil. Die Kinder absolvierten entweder ein Neurofeedback-Training oder ein herkömmliches computergestütztes Aufmerksamkeitstraining.
Die Trainingsprogramme umfassten 18 doppelstündige Termine, aufgeteilt in zwei Blöcke á 4 Wochen.
Sowohl im Eltern- als auch im Lehrerurteil schnitt das Neurofeedback-Training deutlich besser ab als das Vergleichstraining. In den Problembereichen „Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität-Impulsivität“ konnte das Neurofeedback-Training die Symptomatik um durchschnittlich 25-30% reduzieren.

Beim Neurofeedback-Training sitzt das Kind vor einem Computerbildschirm. Seine Gehirnströme werden über aufgeklebte Mess-Elektroden abgeleitet und steuern ein Computer-Programm. Je nach Konzentrationsgrad kann das Kind z.B. mit seiner Gedankenkraft bei einem virtuellen Fußballspiel einen Elfmeter-Schuss halten oder bei einem Film das Bild klar und deutlich werden lassen.

Die Studie belegt nach Studienleiter Dr. Heinrich, dass Neurofeedback als weiterer klinisch wirksamer Therapiebaustein zur Behandlung von Kindern mit ADHS neben der Medikation und anderen verhaltenstherapeutischen Ansätzen betrachtet werden kann. Eine medikamentöse Behandlung könne dieses Verfahren jedoch nur im Einzelfall ersetzen, so Heinrich.

Quelle: Überarbeitete Pressemitteilung

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